Far Cry 4 angespielt

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Far Cry 4 angespielt

Chaos in Kyrat: Wir haben die riesige offene Spielwelt von Far Cry 4 erkundet und uns mit dem Despoten Pagan Min angelegt!

Mein Name ist Ajay Ghale. Ich bin in Kyrat geboren, einer wilden Region von Nepal, und habe seit meiner Kindheit in den USA gelebt. Jetzt kehre ich in meine Heimat zurück, um die Asche meiner Mutter zur letzten Ruhe zu betten. Aber was ist nur aus dem Land geworden? Es herrscht offener Bürgerkrieg zwischen der Bevölkerung und dem lupenreinen Psychopathen Pagan Min, der sich einfach zum König erklärt hat und die Einheimischen mit seiner Privatarmee unterdrückt. Ich kann die Gewalt und das Elend nicht einfach übersehen, ich muss mich einmischen und alles geben, um meine Heimat von dem irren Tyrannen zu befreien.

Fans der Far Cry-Serie kennen sich ja mit Psychopathen bestens aus. Galt es in dem Inselabenteuer des Vorgängers, den offensichtlich geistesgestörten Vaas an seinen Vorhaben zu hindern, verschlägt es euch jetzt in die fiktive Region Kyrat in Nepal. Statt tropischer Sonne und Palmenstränden, wartet jetzt mit schneebedeckten Gipfeln und Bergpässen, Waldgebieten oder offene Steppen, eine deutlich abwechslungsreichere Landschaft darauf, erkundet zu werden. Aber bloßes Erkunden genügt natürlich nicht, denn die bestens ausgerüsteten Schergen des Pagan Min haben überall Lager und Festungen, die es zu erobern gilt, um die Macht des Despoten zu schwächen und letztendlich das Land vom Joch des Bösen zu befreien. Diese gigantische Aufgabe ist selbst für einen gestandenen Videospielhelden alleine nicht zu stemmen und ihr schließt euch der Gruppe „Goldener Pfad“ an, die den Widerstand organisiert.

 

Immer diese Entscheidungen

Folgt ihr den Missionen der Story, bekommt ihr eure Aufträge von der attraktiven Amita und ihrem Mitstreiter Sabal. Beide haben das Ziel, die Fesseln der Tyrannei abzustreifen, aber beschreiten oftmals unterschiedliche Wege.Jedes Problem hat mehrere Lösungswege, jeder Entscheidung folgen Konsequenzen. So steht ihr immer wieder vor der Entscheidung, entweder den Vorschlägen Amitas oder Sabal zu folgen. Entweder Geiseln befreien, denen in Kürze die Hinrichtung droht oder einen Konvoi der Bösewichte angreifen, um den Nachschub an Munition zu unterbrechen? Entscheidet ihr euch, ist die abgelehnte Mission für euch verloren. Das ist doch ein richtig guter Grund, das Spiel gleich zweimal zu spielen. Denn die abwechslungsreichen Aufträge sorgen nicht nur für spaßige Spielmomente, sondern eure Wahl hat auch immer eine Konsequenz, die den weiteren Verlauf und letztlich das Finale des Action-Shooters beeinflusst.

 

Spiel doch wie du willst

Die Entwickler von Ubisoft Montreal geben euch größtmögliche Freiheit in eurer Handlungsweise. Wie ihr die gestellte Aufgabe erledigt, ist euch frei überlassen und so könnt ihr euren ganz persönlichen Stil finden, mit dem ihr am besten vorankommt und natürlich am meisten Spaß habt. Sollt ihr beispielsweise eines der zahlreichen Lager der Bösewichte erobern, um deren Einfluss in dem Gebiet zu schmälern, kommt ihr mit einem Frontalangriff in der Regel nicht allzu weit, bevor ihr euer virtuelles Leben im Kugelhagel aushaucht. Glücklicherweise verfügt ihr über eine leistungsstarke Kamera, die es euch erlaubt eine Befestigung des Gegners aus sicherer Entfernung auszuspionieren und die Wachen zu markieren. Schleichwege über die Dächer der Baracken, heimtückische Messerangriffe und der Einsatz eures Bogens sind meist der sinnvollere Weg, als wild ballernd in eurer Verderben zu rennen. Zumal ihr immer ein Auge auf die vorhandene Warnglocke haben müsst, denn wird erst einmal Verstärkung gerufen, rückt der Gegner in Bataillonsstärke an.

Nützliche Fauna

Kyrat verfügt über eine reichhaltige Tierwelt. Ziegen, Leoparden, Adler: Dutzende Arten könnt ihr jagen und als Rohstoffquelle nutzen. Aber Vorsicht: Die Wildtiere sind kein simples Kanonenfutter und bei einer Begegnung mit einem Tiger oder Bären, endet ihr schnell als schmackhafte Beute. Neu ist allerdings, dass ihr die Fauna aktiv für eure Zwecke nutzen könnt. Steht vor einem Lager ein Elefant, könnt ihr den Dickhäuter als Reittier nutzen und mit Rüsselschlag und Rammattacken die Feinde dezimieren. Da fliegen Wachen durch die Luft und Jeeps werden umgekippt – müsst ihr unbedingt einmal ausprobiert haben.

Hol dir Hilfe

Ebenfalls neu ist die Möglichkeit gemeinsam mit einem Freund besonders schwere Aufgaben zu bewältigen. Zwar könnt ihr nicht während einer Story-Mission einfach mal online einen Kumpel – oder per Matchmaking auch einen Fremden – zu Hilfe holen, aber bei den zahlreichen und zum Teil richtig knackigen Nebenmissionen macht der koordinierte Angriff zu Zweit ordentlich Spaß. Also Headset auf und ab ins gemeinsame Abenteuer.

 

Zu Wasser, zu Lande und in der Luft

Um die Strecken in der riesigen offenen Spielwelt zu überbrücken, ist das Laufen nur die zweite Wahl. Euer Held kann natürlich auch Schwimmen, Tauchen und allerhand Fahr- und Flugzeuge steuern. Zum einen findet ihr nahezu hinter jedem Busch ein Auto, das mit steckendem Zündschlüssel wartet, zum Anderen – etwas fummelig zu steuernde – Minihelikopter, die euch per Luftweg zum nächsten Ziel bringen. Eine Besonderheit zum Fahren: Die Entwickler setzen auf einen einsteigerfreundlichen Autopiloten, der sich aktivieren lässt. So könnt ihr bequem weite Wege zurücklegen, ohne direkt am nächsten Baum zu kleben und zusätzlich während des Fahrens auf Gegner feuern.

Gutes Karma, schlechtes Karma

Zusätzlich wurde auch noch ein Karmasystem integriert, das euch für eure Taten belohnt. Gewinnt durch eure Aktionen Verbündete… oder Feinde.Oder bestraft. Helft ihr armen Opfern, beispielsweise einer von Fieslingen bedrohten Frau, erhöht sich euer Karma-Konto. Ignoriert ihr die kläglichen Hilfeschreie oder ballert auf eure eigenen Mitstreiter (ja, das geht), gibt es kräftig Abzug. Warum ihr eurer Karma möglichst hoch halten solltet? Einmal gibt es dafür einen satten Rabatt beim Kauf von Ausrüstung. Noch wichtiger sind aber sogenannte Token die ihr erhaltet. Dafür könnt ihr euch „Guns-for-Hire“, computergesteuerte Söldner leisten, die euch zeitweise bei heiklen Missionen unterstützen.

Fazit

Das grafisch imposante Action-Abenteuer beeindruckt durch seine schiere Größe und eine Missionsvielfalt, die euch sicherlich Wochen an den Bildschirm fesseln wird. Um euren Helden für die kommenden Konfrontationen zu rüsten, stehen euch diesmal zwar nur zwei Talentbäume – einer für Angriff, einer für Verteidigung – zur Verfügung, aber es lassen sich insgesamt 48 Fähigkeiten erlernen. Da braucht es schon ein wenig Strategie bei der Verteilung eurer mühsam erworbenen Punkte. Das bewährte Spielprinzip der Serie bleibt weitgehend unangetastet, wurde aber um spannende Elemente wie den kooperativen Einsatz eines Mitspielers oder die aktivere Tierwelt erweitert.

Far Cry 4 ist ab dem 18. November für PlayStation 3 und PlayStation 4 erhältlich.

 

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