The Evil Within angespielt

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The Evil Within angespielt

Das neue Resident Evil?

Als im April 2013 erstmals angekündigt wurde, das der Schöpfer des originalen Resident Evil Shinji Mikami sich erneut aufmacht ein neues Horror-Franchise zu starten, schossen die Erwartungen in Rekordtempo von 0 auf 100. Kein Wunder, kam das ganze auch noch mit einem Trailer, der eine Mischung aus Beunruhigung und Neugierde erweckte. Seit 14. Oktober steht der Titel zum Verkauf und nun liegt es an den Spielern zu entscheiden, ob er den Erwartungen gerecht wird. Pünktlich zu Halloween nutzten nun auch wir die Gelegenheit und spielten The Evil Within an. Hier lest ihr, was wir erlebt haben.

Zu Beginn finden wir uns in einem Polizeiwagen wieder. Wir übernehmen die Rolle von Sebastian Castellanos, einem Detektiv-Veteranen der schon so einiges hinter sich hat. Zusammen mit seinem langzeitigen Partner Joseph und der Neueinsteigerin Julie wollten wir uns eigentlich nur kurz von einem Kollegen der Polizei mitnehmen lassen, als plötzlich ein Funkspruch reinkommt. Mehrfacher Homizid in einem alten Krankenhaus. Der Fahrer schlägt umgehend scharf ein und lässt die Sirenen aufheulen. Mit Feierabend wird’s vorerst wohl nichts.

Dort angekommen wird uns schnell klar, das hier nicht alles mit rechten Dingen zu geht. Unzählige Polizei- und Krankenwagen sind vor dem Gebäude stationiert, jedoch keine Menschenseele zu sehen und es herrscht eine beklammende Stille. Beim Eintreten schlägt uns der Geruch von Blut entgegen; schlimmer ist allerdings der Anblick. Die Eingangshalle sieht aus wie ein Schlachtfeld, Körper hängen leblos über Sitzbänken oder liegen in Gruppen am Boden, überall ist Blut. Während wir noch geschockt im Türrahmen stehen, konnte unser Kollege in einem Seitenraum einen Überlebenden finden.

Mit letzter Kraft stammelt der Doktor noch ein paar unsinnige Worte, bevor er wegkippt. Unser Kollege bleibt bei ihm, während wir uns den Überwachungsbildschirmen im selben Raum widmen und uns klar wird in welch einem Schlamassel, wir hier tatsächlich stecken. Wir sehen drei Polizisten. Panisch feuern sie auf etwas, das außerhalb unseres Blickfelds liegen muss.

Aus dem Nichts erscheint eine weiße Gestalt. Zünächst vor einem, dann dem nächsten, dann dem letzten. Alle drei sind tot, innerhalb von ein paar kurzen Augenblicke. Die weiße Gestalt dreht seinen Kopf in Richtung der Überwachungskamera und verschwindet dann, so schnell wie sie gekommen war. Es war ein weißer Mann mit einem weißem Auge, sein Gesicht zutiefst vernarbt. Plötzlich spüren wir hinter uns jemanden. Für einen kurzen Moment sehen wir ihn noch einmal, sein Arm gehoben mit einem kleinen Messer in der Hand. Dann stößt er zu.

Klassische Musik von einem alten Plattenspieler. Wir erwachen mit dem Blick zum Boden, wo eine Ratte dem Blut beim Tropfen zusieht – unserem Blut. Ein Blick in Richtung unserer Füße und wir verstehen. Wir wurden kopfüber aufgehängt. Als wir den Blick senken, steht jemand direkt vor uns. Ein bulliger Typ verziert mit Ketten, Stacheln und einer Menge Blut. Er gibt ein paar grunzende und gröhlende Geräusche von sich, verschwindet dann netterweise aus unserem Blickfeld und widmet sich geräuschvoll einem der Körper, die neben uns hängen.

 

Während der „Fleischer“ sich kurz darauf im Nebenraum an seiner Ware ans Werk macht, sehen wir ein Messer in einem nicht weit entfernten Körper stecken. Dieser hängt hier wohl schon etwas länger als wir. Wir schwingen uns näher und näher und können es letztendlich erreichen. Nachdem wir uns losgeschnitten haben, probieren wir die Ausgangstür – verschlossen; der Schlüssel hängt an einem Haken, natürlich punktgenau über dem Kopf des Fleischers. Wir nehmen unseren Mut zusammen, schleichen uns an und bereiten uns zeitgleich darauf vor, der nächste Körper auf seinem Tisch zu sein. Aber erstmals ist uns das Glück hold. Der Fleischer verzieht sich im letzten Moment in einen Hinterraum und lässt den Schlüssel unbewacht.

Als wir durch die Ausgangstür in den folgenden Gang treten, fühlen wir wahnsinnige Erleichterung. Schnell weg von hier. Unserem Fluchtinstinkt trauend, nähern wir uns der nächsten Tür. Plötzlich ertönt eine Sirene. Unser letzter Schritt aktivierte einen Stolperdraht, der eine Alarmanlage auslöste. Panik. Hinter uns hören wir schon das aggressive Gröhlen des Fleischers und – oh Gott -das Kreischen einer Kettensäge. So schnell wir können, stoßen wir durch die Tür. Noch ein Gang, diesmal länger und sehr breit. Wir wollen rennen, aber der Fleischer ist bereits hinter uns, und verpasst uns eine Wunde am Bein. Anstatt unserem Leiden ein Ende zu bereiten, aktiviert er aus unerfindlichen Gründen eine Maschinerie, die ihn durch ein riesiges Gitter von uns trennt.

 

Seine Gründe werden uns schnell klar, denn die Wände verabschieden sich plötzlich und werden durch eine Unzahl an rotierenden Messern ersetzt, die sich uns langsam nähern. Eine Art Kanaldeckel gibt uns Hoffnung. Im letzten Moment heben wir das Ding an und schlüpfen in den darunter liegenden Schacht. Dieser dient allerdings dem Zweck, den Dreck, der obrigen Messer weiter zu verkleinern und abfließen zu lassen. Mit schnellem Tempo, bergab rutschend, weichen wir panisch den seitlich platzierten Häckslern aus, nehmen dabei einiges an fremden Fleisch und Eingeweiden mit, bis wir letztendlich den scheinbar einzigen sicheren Ort in diesem Gebäude erreichen – einen großen, blutgefüllten Pool.

Das sind also die ersten, etwa 20 Minuten, die wir in The Evil Within verbracht haben – sehr beunruhigend, sehr spannend und sehr widerlich. Wollt ihr wissen, wie die kurz darauf folgende zweite Begegnung mit dem Fleischer verläuft, holt euch das Spiel, auf PS3 oder PS4, im PlayStation Store oder im Handel.

 

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