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Interview: Gute Gründe zur Erkundung der riesigen Galaxie von No Man’s Sky

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Interview: Gute Gründe zur Erkundung der riesigen Galaxie von No Man’s Sky

Weitere Details zum unglaublichen Scifi-Epos von Hello Games für PS4

Rhys Sutheran hat mit den Entwicklern von No Man’s Sky geredet und verrät euch, weshalb ihr unbedingt in die Weite des Weltalls aufbrechen wollen werdet.


Rhys Sutheran, SCEE:

 

Als Sean Murray, Managing Director von Hello Games, bei der E3 2014 die Bühne betrat, gelang No Man’s Sky binnen Minuten der Sprung von einem ehrgeizigen, ausgefallenen Indie-Projekt zum meistdiskutierten Spiel des Jahres. Schnellvorlauf zur gamescom ein paar Monate später: Obwohl No Man’s Sky hier etwas unauffälliger Präsenz zeigte, ist das rätselhafte Scifi-Erkundungsspiel auch weiterhin einer der heißesten Titel in der Gaming-Branche.

Das Versprechen der prozedural generierten Galaxie von No Man’s Sky und die Erfahrung, wagemutig an Orte vorzudringen, die noch kein Mensch je zuvor betreten hat, haben Spielefans in ihren Bann gezogen. Haben die Entwickler geahnt, welche Welle der Begeisterung das Spiel entfesseln würde? „Auf keinen Fall!“, sagt Sean. „Es ist großartig, dass die Leute so viel Interesse zeigen, aber ich muss mich zurzeit voll und ganz auf das Spiel konzentrieren. Im Moment steht das Potenzial im Vordergrund. Wir wollen dieses Potenzial ausschöpfen, aber das bedeutet für uns, dass wir auch weiterhin in unsere Tastaturen hauen müssen.“

Vor Kurzem hat Sean im PlayStation Blog verraten, dass es 585 Milliarden Jahre dauern würde, um jeden Planeten in No Man’s Sky für nur eine Sekunde zu sehen. Eine Frage liegt den potenziellen zukünftigen Welttraum-Erforschern jedoch auch weiterhin auf der Zunge. Sie lautet: „Warum? Was wird den Wunsch in uns wecken, in die Weite des Weltalls zu reisen?“

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„Auf diese Frage gibt es zwei Antworten“, erklärt Sean. „Die kurze Antwort ist, dass man seine eigene Geschichte schreiben kann. Ich finde es angenehm, ein Spiel ganz ohne Missionen und Quests zu spielen. Aber es gibt auch eine lange Antwort. Die Spieler werden von zentralen Konzepten angetrieben werden: Sie beginnen am Rande des Weltalls, auf einem völlig einzigartigen Planeten, und bahnen sich ihren Weg ins Zentrum der Galaxie. Es gibt einen Grund dafür, genau das zu tun, aber wir sind im Moment noch nicht so weit, um darüber zu sprechen. Während sie immer weiter in die Galaxie vordringen, wird es zunehmend gefährlicher … aber auch interessanter und lohnender.“

Selbst die furchtlosesten Erforscher fangen bescheiden an: „Die Spieler haben ein einfaches Schiff, das sie verbessern müssen, um über das Sonnensystem hinauszukommen, in dem sie sich befinden“, erklärt Sean. „Für interstellare Reisen ist beispielsweise ein Hyperantrieb erforderlich, und um einen zu kaufen, müssen sie Geld verdienen. Sie können auch ihre Waffen oder ihren Anzug verbessern, um in verschiedenen Atmosphären oder unter Wasser auf Erkundungstour zu gehen.“

Wie ihr das Geld verdient, bleibt allein euch überlassen. Sean hat mir gesagt, dass man nicht an der Hand geführt wird: „Wir werden den Spielern keine Missionen geben. Es wird niemand ankommen und sagen: ,Ich habe fünf Hühner verloren, sie sind irgendwo auf diesem Planeten verstreut.‘ Wir wollen, dass die Spieler auf eigene Faust losziehen und mehr über die Galaxie in Erfahrung bringen. Sie können in verschiedene Rollen schlüpfen: die eines Forschers, eines Händlers oder eines Piraten, der Handelsrouten zum Überfallen sucht, oder sie können andere Schiffe vor Piraten beschützen.“

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Trotz der unglaublichen Anzahl an Planeten, die besucht werden können, wird es einen Grund geben, um jeden Einzelnen von ihnen zu erkunden. „Die Minikarte am unteren Bildschirmrand haben wir bisher noch nicht gezeigt. Sie wird mit Wegpunkten versehen sein, die jeden besuchten Planeten markieren. Sie zeigen interessante Dinge wie beispielsweise Ressourcen, ein abgestürztes Schiff oder eine Art Bake an. Es könnte auf neue Entdeckungen hinweisen, etwa eine neue Kreaturenart, eine Bergkette oder einen riesigen See. Die Spieler müssen jedoch selbst hingehen und herausfinden, was genau es dort zu entdecken gibt. Wir verraten nicht, was sie da draußen erwartet. Dies ist auch eine tolle Möglichkeit, um das Geld zur Verbesserung des Schiffs oder des Anzugs zu verdienen, was es den Spielern wiederum ermöglicht, noch mehr zu erkunden.“

Sean hat uns außerdem verraten, dass ihr – neben dem durch Erkundung verdienten Geld – auch dadurch belohnt werdet, als erster Mensch eure Spuren auf einem neu entdeckten Planeten hinterlassen zu können: „Wenn der erste Spieler, der das Spiel spielt, seine galaktische Karte öffnet, kann er an jeden Planeten und jedes Sonnensystem heranzoomen – und alle werden mit ,unerforscht‘ gekennzeichnet sein. Und sie werden auch so lange so gekennzeichnet bleiben, bis sie von einem Spieler entdeckt werden und dieser diese Information für alle anderen sichtbar macht, indem er sie hochlädt.“

Angesichts der schier unendlichen Weite, die auf die Spieler wartet, wird es laut Sean selten vorkommen, dass sich Spieler begegnen, obwohl alle dieselbe Galaxie bewohnen. „Ich will nicht, dass die Leute den Eindruck bekommen, es handle sich um ein MMO. Man wird Spuren der anderen Spieler und ihre Entdeckungen sehen können, sodass man sich als Spieler nicht allein fühlt. Aber angenommen, wir beide spielen zusammen und ich sage ,Komm rüber und triff mich auf meinem Planeten!‘, dann kann es sein, dass ich mehrere Tage oder Wochen entfernt bin. Selbst wenn wir auf demselben Planeten wären und uns treffen wollten … Es ist so, als wäre man jeweils an einem beliebigen Ort auf der Erde und würde versuchen, sich zu finden.“

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Bedeutet das, dass die Spieler, je näher sie dem Zentrum der Galaxie kommen, häufiger auf andere Spieler treffen, die größere Schiffe und bessere Waffen haben und nur darauf warten, sie zu Weltraumstaub zu machen? Vielleicht … Hierzu hat Sean folgende Erklärung: „Wenn es andere Spieler nicht tun, werden NPCs diesen Part übernehmen. Aber selbst im Zentrum der Galaxie ist alles noch sehr weit verstreut. Wir wollten etwas Riesiges schaffen. Wir wollten eine Art Wilden Westen kreieren, in dem man nie weiß, was hinter dem Horizont wartet.“

Hält das Spiel auch für Sean und sein Team immer noch neue Überraschungen bereit? „Auf jeden Fall! Je mehr Arbeit wir hineinstecken, desto öfter werden wir überrascht. Auf jedem unserer Computer läuft ein anderes Universum, das wir ständig verändern. Jeden Freitag setzen wir uns bei einem Meeting zusammen und spielen die ,Originalkopie‘ des Spiels. Wir erleben immer etwas Unerwartetes, mit dem keiner gerechnet hat – das ist ein wirklich tolles Gefühl.“

Freut ihr euch schon darauf, wagemutig an Orte vorzudringen, die noch kein Mensch je zuvor betreten hat? Verratet es uns unten in den Kommentaren und lest fleißig den PlayStation Blog für weitere News und Aktualisierungen zu No Man’s Sky.

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4 Kommentare

  • Also, das Spiel, die Idee und was sonst noch so gesagt wird ist Klasse !!!! Oberklasse wenn es denn auch so wird wie Sie es sagen. Einzig die Aussage das ich nicht mit meinem Freund zusammen erforschen kann ich nicht schön.

    Warum muss man alles alleine Erforschen. Wäre doch viel schöner wenn man mit einem Kumpel zusammen die Galaxy erforschen kann 😀

    Vielleicht nimmt sich diesen Gedanken einer von Hello Games auf und sorgt dafür das ich keine Woche brauche um zu einem Kumpel zu kommen 😀

  • Super Artikel!
    Ich freu mich wie Sau auf das Game 😉

  • Freue ich mich auch drauf. Wenn Indies so daherkommen, kann ich auch was damit anfangen. Hauptsache die Pixelseuche stirbt so schnell wie möglich aus.

  • Freue mich auch total darauf! Besonders cool finde ich, dass jeder sehen kann wer die Planeten zu erst entdeckt hat. Also, bis bald, auf den Planeten von IvoZeros 🙂