Lauf um dein Leben: The Evil Within angespielt!

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Lauf um dein Leben: The Evil Within angespielt!

Shinji Mikami, der Erfinder des Survival-Horrors, will euch wieder das Fürchten lehren und sorgt mit knappen Ressourcen und mächtigen Monstern für erhöhten Blutdruck vor der Konsole.

Shinji Mikami, der Schöpfer von Resident Evil, kehrt mit The Evil Within zu den Wurzeln des Horrors zurück.So hat sich Detective Sebastian Castellanos das Ende eines Einsatzes auch nicht vorgestellt. Der Notruf erfolgte aus einer Nervenheilanstalt und als er mit seiner Einheit eintrifft, findet er ein abscheuliches Massaker vor. Und der Killer scheint noch am Tatort zu sein. Seine Kollegen werden einer nach dem anderen von einem schemenhaften Wesen niedergemetzelt und er selber bewusstlos geschlagen. Als Sebastian wieder zu sich kommt befindet er sich scheinbar in einer Parallelwelt, in der ihm missgestaltete Monster an jeder Ecke nach dem Leben trachten. Warum? Das gilt es jetzt herauszufinden – wenn ihr es denn schafft zu überleben.
 
The Evil Within

Der „Vater“ von Resident Evil ist zurück

Der Erscheinungstermin von „The Evil Within“ ist für den 29.8.2014 angekündigt, und wenn es nach Horror-Veteran Shinji Mikami geht, wird euch im Hochsommer kalter Schweiß und Gänsehaut beschert. Der Schöpfer von „Resident Evil“ und „Dino Crisis“ hat in einem Interview zwar darüber geklagt, dass der heutige Spieler nicht mehr so leicht zu schocken wäre, er aber schon für Stress vor dem Bildschirm sorgen werde. Und tatsächlich erzeugt die düstere Atmosphäre mit einer Mischung aus „Resident Evil“, „Silent Hill“ und „The Shining“ für ein dauerhaftes Unbehagen und stetige Anspannung. Hinter jeder Tür könnte ein Monster lauern oder eine teuflische Falle installiert sein, die euch euer virtuelles Leben kostet.

Munition ist ein knappes Gut

The Evil Within

Platzende Köpfe und literweise Pixelblut: Der Horror-Trip von Detective Sebastian Castellanos ist nichts für Zartbesaitete.Mit gezückter Waffe durch die Gegend marschieren ist absolut keine Option. Zwar verfügt ihr über ein stattliches Waffenarsenal und könnt eure Haut mit Pistole, Schrotflinte oder einer durchschlagskräftigen Armbrust verteidigen, aber die benötigte Munition dazu findet ihr nur in homöopathischen Dosen. Die gewollte Ressourcenverknappung kennt man schon aus den ersten Resident Evil Spielen und zwingt euch zu taktischem Vorgehen. Überhaupt sind die Kämpfe deutlich von strategischen Überlegungen geprägt, blindes Losstürmen sorgt immer für ein schnelles „Game Over“.
 
Ein Beispiel: In der von uns gespielten Version wird der Protagonist in einem Zimmer von einem kräftigen Zombie bedroht, der den einzigen Ausgang versperrt. Mit den letzten beiden Kugeln kommen wir dem Monster nicht bei

und ein beherzter Frontalangriff mit unserem Messer endet in einem blutigen Bildschirmtod. Das muss dann wohl anders zu schaffen sein und wir entdecken, das der Zombie blind ist. Kein Wunder, ragen doch schön eklig zwei Metallstäbe aus seinen Augenhöhlen. Also gehen wir die Sache etwas ruhiger an und schleichen in den Rücken des Gegners. Ein kurzer Angriff und dann schnell weg aus der Reichweite seiner Arme. Nach drei solchen Aktionen haben wir den Kampf gewonnen und sind um eine Erfahrung reicher.

The Evil Within

Rückzug ist die beste Verteidigung

Aber nicht jeder Gegner ist auf Anhieb zu besiegen. Bei unserem Probespiel bekamen wir es mit Geistern und einem fetten Spinnenmonster zu tun. In beiden Fällen nutzt keine noch so clevere Strategie, da heißt es die Beine in die Hand nehmen und fliehen. Schleichen, weglaufen, verstecken und bei einer guten Gelegenheit zuschlagen: Mikami will zurück zu den Wurzeln des Survival-Horror und den Spieler dazu bringen, vorsichtig und überlegt zu agieren. Dazu gehört auch, die Umgebung genau abzusuchen und zum eigenen Vorteil auszunutzen.

The Evil Within

Die bizarren Kreaturen könnten direkt aus einem Hellraiser-Film stammen.Noch ein Beispiel: Wir finden uns in der Kanalisation wieder und stecken bis zum Bauch in einer widerlichen braunen Brühe. Um den Ausgang zu öffnen, müssen wir einige in der Umgebung angebrachte Schalter betätigen. Kaum ist uns das gelungen, steigen ein halbes Dutzend halb verrottete Untote aus dem Brackwasser und wollen uns an den Hals. Aber wir haben aufgepasst und locken drei von Ihnen in einen Bereich mit einer großen Benzinlache. Ein Streichholz später haben wir uns der Hälfte der Gegner entledigt.
 

Fiese Fallen

The Evil WithinBizarre Monster, die vom Design gut aus einem „Hellraiser“-Film stammen könnten, sind nicht eure einzigen Probleme. Überall sind (warum auch immer) Bomben und Bärenfallen versteckt. Sucht ihr eure Umgebung umsichtig ab, entdeckt ihr diese, bevor ihr in einer Explosion wichtige Lebensenergie verliert. Entschärft werden Bomben in einem Mini-Spiel, bei dem ihr im richtigen Augenblick einen Zeiger in einem bestimmten Bereich einer Uhr zum stehen bringen müsst. Nicht sonderlich originell. Dafür dürft ihr dann nach gelungener Aktion auch Bauteile einsammeln und selber fleißig Bomben basteln. Die Fallen haben aber auch einen handfesten taktischen Nutzen: Ihr könnt unter dem Auslösedraht geduckt herlaufen und so hinterher tapsende Gegner in die Sprengfalle locken.

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Fazit

Zart besaitet dürft ihr für den Horror-Trip auf jeden Fall nicht sein. Da werden Köpfe in Großaufnahme zertreten, das Pixelblut fließt ungehemmt und schreckhafte Gemüter werden nicht nur einmal einen Adrenalinstoß verkraften müssen, wenn ein vernarbtes Ungetüm urplötzlich auftaucht und ihr verzweifelt nach einem Aus- oder Fluchtweg sucht. Spannung und Atmosphäre stimmten bei unserem Probespiel und abends im dunklen Zimmer mit voll aufgedrehtem Kopfhörer sollte sich tatsächlich eine Gänsehaut einstellen.

The Evil Within

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