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BEYOND: Two Souls angespielt – Racheengel oder Mauerblümchen

BEYOND

Hi Leute. Wir haben uns die ersten paar Abschnitte der Preview-Version von BEYOND: Two Souls zu Gemüte geführt und möchten euch verraten, ob es sich lohnt, sich das Spiel zuzulegen.

Freunde des Films, die ihr Hobby auch in Videospielen gefunden haben, leben oft mit der Bürde, dass die schauspielerischen Elemente in den meisten Spielen eher stiefmütterlich behandelt werden. Da wird man als Spieler oft mit kargen Synchronisationen konfrontiert, die, wie wir seid Metal Gear Solid 1 wissen, einen großen Teil der Atmosphäre ausmachen.

Quantic Dream hat seit Heavy Rain merkbar viel dazugelernt und hat es noch in derselben Generation geschafft, ein filmähnliches Videospiel auf die Beine zu stellen, das nicht nur realistische Mimiken auf den Bildschirm zaubert, sondern echte, spürbare Emotionen erzeugt – ganz wie in einem Film. Gekonnt eingesetzte Musikuntermalung, die Originalstimmen (Originalsynchronisation) der echten Schauspieler, und Mimiken, die diesmal so überzeugend sind, dass man den Figuren die Emotionen wirklich abnimmt und sogar mit fühlt.

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Selbst Verfechter der Originalvertonung kommen voll auf ihre Kosten. BEYOND bietet die verschiedensten Sprachausgaben gleichermaßen wie Untertiteln – von Deutsch und Italienisch bis Englisch und Japanisch, und viele mehr. Eine gute Vertonung sorgt für enorme Spannung, vorallem in ruhigen Szenen.
Ein Paradebeispiel dafür ist die Situation, als die sehr junge Jodie (gespielt von Ellen Page) zum ersten Mal dem Arzt Nathan Dawkins (gespielt von Willem Dafoe) gegenübersitzt, und sich in einem kleinen Verhör über ihren unsichtbaren Freund Aiden widerfindet. Oder die Partyszene, in der sich Jodie scheinbar das erste Mal einem Jungen nähert. Diese Intention zieht sich durch den gesamten Film… äh Spiel, und bietet euch eine gesunde Menge Interaktion und Narrenfreiheit.

Denn wie ihr bestimmt schon wisst, besitzt Jodie eine übernatürliche Gabe. Sie ist mit einem unsichtbaren Wesen verknüpft, das sie Aiden nennt, und nur bedingt kontrollieren kann. Viele Menschen haben Interesse daran und versuchen diese Gabe für ihre eigenen Zwecke zu nutzen, andere haben einfach nur Angst und bezeichnen Jodie als Freak – kein einfaches Leben. Dafür sehr unterhaltsam für den Spieler.

BEYOND: Two Souls BEYOND: Two Souls

Die Story ist nicht chronologisch aufgebaut und greift nahtlos in den verschiedensten Abschnitte von Jodies Leben ein. Langsam setzen sich die Bausteine zusammen und ihr versteht die Zusammenhänge. Ein sehr interessanter Aspekt ist dabei, dass sich mit fortschreitendem Alter auch ihre menschlichen Fähigkeiten erweitern – vom Malen auf einem Blatt Papier, bis Tanzen und dem Abfeuern einer Pistole. Auch Aiden scheint mit ihren Fähigkeiten zu wachsen, der die größte spielerische Neuerung ist.

In den meisten Spielabschnitten könnt ihr per Tastendruck in die “Haut” von Aiden schlüpfen, der wie ein Geist frei in der Luft schwebt. Er kann sich durch Wände, Türen und Fenster bewegen, Gegenstände manipulieren, wie Tische durch den Raum werfen, Laden öffnen und Scheiben zerbersten. Aiden kann auch die Kontrolle über fremde Personen übernehmen oder sie in manchen Situationen einfach erdrosseln. Oft gerät ihr in eine Situation, in der euch Jodie ermahnt, aufzuhören – in der Rolle von Aiden bleibt es allerdings euch überlassen, wie viel oder wie wenig Schaden ihr anrichtet, oder wann ihr wieder Jodie die Kontrolle überlässt. Dies bietet ebenso Spielraum für die fortwährende Handlung wie die freie Gestaltung von Dialogen. Jodie erhält in fast jedem Dialog verschiedene Beantwortungs- oder Handlungsmöglichkeiten, die oft zwischen Racheengel oder Mauerblümchen entscheiden. So gestalten sich immer andere Szenen, die die Story oder den Ausgang einer Szene beeinflussen können.

BEYOND: Two Souls

Wenn BEYOND einem Genre zugeordnet werden soll, dann ist es ganz bestimmt kein reines Adventure. Wie ihr schon auf Bildern und in Trailern gesehen habt, lässt Jodie eine harte Ausbildung als Agentin im Aussendienst für die CIA über sich ergehen. Dies bedeutet für euch nichts geringeres als mehr Abwechslung. Dort wird Jodie zur reinsten Kampfmaschine ausgebildet und erlernt Nahkampf-Techniken und den Umgang mit Schusswaffen, was sich Dank der Adventure-lastigen Steuerung nicht allzu actionreich erweist. Großes strategisches Hilfsmittel ist Aiden, der auf ihren Missionen Wachen ablenken kann oder geheime Dokumente aufspürt.

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Aufgrund der ständig wechselnden Lebensabschnitte von Jodie bleibt der Verlauf interessant und spannend. Selbst nach 2 Stunden Spielzeit ist das Spiel noch frisch. Kein Wort der Welt kann beschreiben, wie ich mich nach 2 Stunden BEYOND: Two Souls gefühlt habe. BEYOND: Two Souls erscheint ab 09. Oktober für PlayStation 3.

Einen näheren Blick erhält ihr in diesem Gameplay-Trailer mit Erklärung.

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BEYOND: Two Souls erscheint am 9. Oktober 2013 exklusiv für PlayStation 3! Mehr Details zum Spiel findet ihr hier.

3 Kommentare
0 Autorenantworten

Hab die Demo zum Spiel gespielt und war total begeistert.
Kann es kaum noch abwarten es endlich in den Händen zu halten 🙂

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Habs gestern auch gespielt. Grafik und Atmosphäre Super. Aber unter spielen verstehe ich was anderes. ein paar mal Joystick bewegen und Knöpfchen drücken und hier und da mal schweben. Wenn es 20 Euro kostet vielleicht, aber für 60 never.

Wie an anderer Stelle gesagt, habe ich die Demo auch gespielt und finde sie genial! Habe auch einen kleinen “Eindruck” dazu geschrieben. Wer mitreden möchte, oder ein paar andere Meinungen braucht um die letzte Entscheidung treffen zu können, kann im Forum vorbeischauen.

Hier geht es lang:
http://community.eu.playstation.com/t5/BEYOND-Two-Souls/Gewinnspiel-BEYOND-Two-Souls-Beschreibt-euer-au%C3%9Fergew%C3%B6hnliches/td-p/19750651

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