Hitman: Absolution angespielt

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Hitman: Absolution angespielt

Hitman: Absolution

Die Agency hat einen herben Schlag erlitten. Diana Burnwood, eine ehemalige Agentin, hat uns auffliegen lassen, unsere Strukturen zerschlagen und ist untergetaucht. Die Beziehung zu ihr war vertrauenswürdig und noch dazu verdanken wir ihr unser Leben. Im Hitman-Geschäft haben persönliche Angelegenheiten aber nichts verloren. Mittlerweile ist die Agency wieder handlungsfähig und hat die Ex-Agentin in einem Anwesen in Chicago ausfindig gemacht. Unser Auftrag ist es sie zu eliminieren. So beginnt Hitman: Absolution.

Auf was ihr euch am 20. November, wenn Hitman: Absolution für PS3 veröffentlicht wird, freuen könnt, erfahrt ihr in unserer Preview.

Hitman: Absolution

Es sollte nicht persönlich werden – unser erster Auftrag

Wir kommen im Eiswagen. Vielleicht nicht die beste Tarnung, aber die Wache am Tor ist alleine und stellt für uns keine Herausforderung dar. Sie versucht uns abzuwimmeln, Sekunden später liegt sie bewusstlos im Wagen. So weit, so gut. Am Tor vorbei geht es schließlich in Richtung Garten. Ob wir die Wachen vor uns ausschalten oder nur ablenken bleibt uns überlassen. Falls wir mal keinen Weg finden an unseren Gegnern vorbeizuschleichen, können wir sie ins Reich der Träume befördern oder mit unserer Klaviersaite beseitigen. Die Körper unserer Opfer deponieren wir in Mülltonnen, lassen sie in Gruben fallen oder stoßen sie, wenn es die Situation erlaubt, aus Fenstern oder über Brüstungen.

Durch das Ausschalten unserer Widersacher kommen wir unter anderem auch an die wichtigen Verkleidungen heran, die es uns erlauben unentdeckt vorzudringen. Genau die brauchen wir, denn wir sind mittlerweile durch den Garten geschlichen und an einem Gewächshaus angekommen. Die Wache davor macht aber einen sehr aufmerksamen Eindruck – vorbeischleichen scheint nahezu unmöglich. Zu unserem Glück finden wir aber die Arbeitskleidung eines Gärtners. In dieser Montur können wir zwar die Wachen austricksen, die Gärtner untereinander kennen sich aber und schöpfen schnell verdacht wenn ein neues Gesicht auftaucht.

Hitman: Absolution - Gewächshaus
Als Gärtner verkleidet fallen wir im Gewächshaus nicht weiter auf und gehen unauffällig in Richtung Ausgang.

Jetzt heißt es ruhig bleiben, sich unauffällig mit den Pflanzen beschäftigen und langsam zum Ausgang vorarbeiten. Sollten wir uns zu sehr exponieren, hilft unser Instinkt-Modus. Damit können wir nicht nur interessante Gegenstände in der Umgebung ausfindig machen, sondern auch unser Gesicht verdecken und unerkannt an unseren neuen Kollegen vorbeigehen. So erspähen wir auch ein Sprinkler-Ventil, das wir sogleich benutzen um für ein bisschen Unruhe zu sorgen. Mit geschicktem Einsatz von Tarnung und Täuschung gelangen wir in die Villa. Unser Ziel ist zum Greifen nahe. Diana hält sich gerade im Loft auf und duscht, die Zugangskarte dafür müssen wir nur noch aus den Händen des Sicherheitschefs entreißen. In einem Raum voller Wachen. In solchen Situationen ist es immer ratsam die Umgebung genauer unter die Lupe zu nehmen und das Verhalten der Gegner zu studieren.

Viele Abschnitte im Spiel lassen sich auf unterschiedliche Weise angehen, die meisten davon entdecken wir erst nach erneutem Durchspielen der Mission. Je nach angewandten Methoden fallen auch die Bewertungen am Ende einer Mission aus. Kollateralschäden bringen uns zum Beispiel Punkteabzug, schließlich sind wir Profis und arbeiten mit der Präzision eines Skalpells. Vielleicht aber auch nicht immer. Um an die Karte zum Loft zu gelangen, haben wir den Chef des Sicherheitsdienstes kurzerhand weggelockt und hinter der Bar erdrosselt – eleganter wäre es natürlich gewesen ihm Schlafmittel in den Drink zu leeren. Mit der Karte in der Hand ist nun endlich der Weg zu unserer Zielperson frei. Wir nennen sie „Zielperson“, um emotionalen Abstand zu bewahren. Was auch bitter nötig ist, denn schließlich hat uns Diana, bevor sie zur Verräter wurde, das Leben gerettet. Auch einen Hitman lässt sowas nicht kalt.

Was folgt, ist der schwerste Abschuss unserer Karriere.

Hitman_Bild 01
Diana Burnwood – Abzudrücken ist hier alles andere als Routine

Wir sind mitten drin

Das Gefühl ein Wolf im Schafspelz zu sein, gepaart mit der Anspannung und der Angst nicht aufzufliegen, machen Hitman: Absolution zu einem extrem nervenaufreibenden Spiel. Die Grafik sieht super aus, der Sound unterstützt uns in die Atmosphäre einzutauchen und die zahlreichen Interaktionsmöglichkeiten mit unserer Umgebung lassen uns glauben, dass wir komplett frei bestimmen können, wie wir unser Ziel erledigen wollen. Kreativität zahlt sich hier also völlig aus. Besonders in Außenlevels mit viel Passanten kommt das Mittendrin-Gefühl besonders heraus. Wenn wir uns unauffällig durch eine Traube Menschen bewegen und unsere Zielperson beobachten verschmelzen wir förmlich mit der Masse. Es fühl sich einfach wahnsinnig organisch und lebendig an.

Hitman: AbsolutionHitman: Absolution

Vom Hitman zum Auftraggeber

Auch wenn der Wiederspielwert der Kampagne immens hoch ist, hat Hitman: Absolution noch einen weiteren, interessanten Spielmodus in petto. In „Contracts“ können wir für andere Spieler Aufgaben erstellen. Wir wählen eine Karte, Start-Waffe und Verkleidung aus und stürzen uns ins Spiel. Jetzt können wir Zielpersonen markieren und diese so erledigen, wie wir es wollen. Das Spiel speichert dabei, in welcher Reihenfolge wir die Personen auschalten, welche Waffe wir benutzen und welche Kleidung wir dabei tragen. Nachdem wir unsere eigenen Vorgaben erfüllt und das Zielgebiet verlassen haben, können wir den Auftrag unseren Freunden und anderen Spielern anbieten. Je nachdem wie viele Bonusziele diese dann erreichen (vermeiden von Kollateralschäden oder das anschließende Verstecken der Opfer beispielsweise) und wie lange sie für den Auftrag brauchen, regnet es anschließend Geld auf das Agenten-Konto des Hitman. Das kann wiederum benutzt werden um alternatives Startequipment zu kaufen. Die Freiheit ist dabei so groß, dass man sogar ziemlich abgedrehte Szenarien entwerfen kann. Begib dich als Riesen-Kalamari verkleidet auf den chinesischen Marktplatz und erledige einen gewissen Fischhändler. Mit dem Messer, versteht sich.

Hitman: AbsolutionHitman: Absolution

Man sieht sich auf jeden Fall wieder, 47

Hitman: Absolution lässt allgemein viel Freiraum bei der Erfüllung der Missionsziele. Nach Beendigung eines Auftrags sehen wir, welche Möglichkeiten wir ausgenutzt haben und was es noch zu entdecken gibt. Bei der Fülle an freischaltbaren Errungenschaften kommt uns das Gefühl auf, dass wir gerade blind durch das Level gelaufen sind. Von den auf der Map verstreuten Verkleidungen, haben wir zwei nicht gefunden, wir nehmen uns also vor beim zweiten Durchlauf alles besser, eleganter und professioneller zu machen. Das nächste Mal wird es wie ein Unfall aussehen.

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