GT Academy-Team beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring

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Während die Zahl der europäischen Teilnehmer an der „GT Academy 2012″ am Wochenende die 500.000er Marke knackte, zeigten zwei ehemalige GT Academy-Gewinner anschaulich, warum der Wettbewerb von Gamern gegen echte Rennfahrer immer beliebter und renommierter wird.

Lucas Ordoñez und Jann Mardenborough im Nissan GT-R

Lucas Ordoñez, der erste Sieger dieses innovativen Wettbewerbs im Jahr 2008, und Briton Jann Mardenborough, Sieger aus dem Jahr 2011, saßen am Wochenende auf dem berühmten Nürburgring am Steuer von zwei absolut realen Nissan GT-Rs. Der Spanier Lucas schloss durch seine Teilnahme am 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring am Steuer eines Nissan GT-R ein weiteres der weltweit berühmtesten Langzeitrennen erfolgreich ab. Er teilte sich das Steuer standesgemäß mit dem legendären Gran Turismo-Entwickler Kazunori Yamauchi. Das Team, das durch Yasukichi Yamamoto und Tobias Schulze zum einem Quartett komplettiert wurde, beendete das bekanntermaßen schwierige Rennen über die 25 km lange Nordschleife, die auch als Grüne Hölle bezeichnet wird, in der SP8T-Klasse auf einem hervorragenden 30. Platz. Dieses Ergebnis ist umso respektabler, da es sich bei der No.123 Nissan GT-R Club Track Edition um ein Serienfahrzeug handelt, mit dem sich das Team gegen viele der weltbesten Rennwagen durchsetzen musste.

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„Es hat riesigen Spaß gemacht, mit den Jungs aus Japan zu fahren. Aber besonders aufregend war es, das Fahrzeug mit Yamauchi-san zu teilen, der in meiner Karriere aufgrund der Partnerschaft mit Nissan schon eine so große Rolle gespielt hat“, sagte Lucas. „Ich habe an diesem Wochenende eine Menge gelernt, und ich habe jetzt noch mehr Respekt vor dem GT-R und dieser tollen Strecke.“

Vor dem Start des 24-Stunden-Rennens hatte Jann Mardenborough im Rahmen des umfangreichen Beiprogramms zum Hauptrennen bereits zwei British GT Championship-Rennen auf der Grand Prix-Strecke am Nürburgring bestritten. Durch den Gewinn der Pole-Position führte Jann das am vergangenen Freitag ausgetragene Rennen vom Start an und konnte vor dem Boxenstopp zur Halbzeit des Rennes sogar einen eindrucksvollen Vorsprung von 15 Sekunden herausfahren. Leider mussten Jann und sein Teamkollege Alex Buncombe aufgrund eines durch die Rennkommissare erkannten zu rasanten Boxenstopps eine Stop-and-Go-Strafe verbüßen, wodurch sie auf den dritten Platz zurückfielen. Sie konnten sich am Ende jedoch dennoch einen Podiumsplatz sichern.

Beim Rennen am Samstag starteten die beiden vom 10. Platz und machten einen Platz nach dem anderen gut, so dass Jann die Ziellinie am Steuer des Nissan GT-R NISMO GT3 letztlich als Fünfter überquerte. „Auch wenn wir es am Freitag auf das Podium geschafft haben, war ich trotzdem ein bisschen enttäuscht, denn wir hatten uns fest vorgenommen zu gewinnen“, erläuterte der 20-jährige Jann. „Wir haben ein gutes Rennen gemacht, und das Ergebnis am Samstag war wirklich gut. Wir bewegen uns absolut in die richtige Richtung.“