Dragon’s Dogma Developers-Blog #1: Anpassungen – Auswirkungen auf den Spielablauf

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Heute kann ich euch, übrigens exklusiv, eine neue Artikelserie vorstellen, die mir sehr am Herzen liegt! Wir hatten das Glück, Dragon’s Dogma bereits auf der vergangenen gamescom sehen zu dürfen (hier unser Bericht von damals) und freuen uns seitdem auf diese völlig neue, hochinteressante Franchise.

Nun können wir euch eine Entwickler-Blog Serie zum Spiel präsentieren. Director und „Devil May Cry“-Veteran Hideaki Itsuno spricht über Anpassungen und ihre Auswirkungen auf den Spielablauf. Ich kann euch nur raten: Behaltet diesen Titel genaustens im Auge. Capcom könnte da ein ganz heißes Eisen im Feuer haben.

Jetzt hat aber erstmal Itsuno-San das Wort.

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Wie verbessert der Spieler die KI der Haupt-Spielfigur?

Am Anfang verbessert sich die KI anhand des Fortschritts des Spielers und seiner Entscheidungen. Wir haben bei der Entwicklung immer darauf geachtet, dass es sich um ein Spiel handelt, bei dem die KI stärker wird und nicht einfach nur fest programmiert werden muss. Ich möchte einen Schüler aufnehmen und ihn nach meinen Vorstellungen ausbilden. Ich möchte keinen Roboter und auch kein Programm anheuern, das stur nach Regeln und Parametern arbeitet. Wenn der Spieler also das Spiel einfach so spielt, wie es ihm gefällt, unterstützt ihn das System dabei und bildet die Spielfigur entsprechend aus. Diese wird versuchen, die Fähigkeiten und Kampfmuster des Spielers anzunehmen, und beginnen, auch eigene Dinge zu tun. Und wenn die Ausbildung nicht den eigenen Vorstellungen entspricht, geht man einfach zur Spielfiguren-Gilde, setzt sich auf den Stuhl und spricht mit der Spielfigur. Die Spielfigur fragt den Spieler dann, wie sie sich verbessern soll. Hat man zum Beispiel eine effektive Möglichkeit herausgefunden, einen bestimmten Feind zu besiegen, wird die Spielfigur beim nächsten Kampf gegen diesen Feind genau diesen effektiven Kampfstil einsetzen.

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Die Spielfiguren-Anpassung ist nicht auf die Bearbeitung des Charakters und Verbesserung der KI der Haupt-Spielfigur beschränkt. Man kann ihre Aufgaben und eigenen Fähigkeiten festlegen, was an sich schon eine sehr große Anpassungsmöglichkeit bietet. Die Aufgabenauswahl führt zu unterschiedlichen Kampfstilen und bestimmt damit auch, wie man seine Kampftaktiken einsetzt. Die Attributveränderungen können auch beim Kampf gegen bestimmte Gegner helfen, bei anderen Gegnern aber keinen Einfluss haben.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, wie ihr jemanden für eure Gruppe wählt. Es gibt im Spiel unterschiedliche Strategien und Arten von Gegnern. Es geht nicht nur darum, Feuer, Blitz oder andere Attribute einzusetzen, sondern es muss auch berücksichtigt werden, wie gut (oder schlecht) ein Spieler mit seinen eigenen Fähigkeiten umgehen kann. Setzt man beim direkten Kampf gegen einen Gegner eine strategische Fähigkeit ein oder greift man von hinten an und geht dann in Deckung? Findet man die Schwachstelle des Gegners oder versucht man, diesen mit einem Treffer zu erledigen? Das alles hängt von den Fähigkeiten des Spielers ab und danach richtet sich auch, was für eine Gruppe man zusammenstellt. Wenn ich den direkten Angriff bevorzuge, suche ich mir einen Magier, der darauf spezialisiert ist und Heilungsattribute hat, oder ich wähle einen Zauberer, der jedes Mal, wenn er einen Feind sieht, eine Verzauberung spricht, oder ich entscheide mich für einen Krieger und wir kämpfen zusammen. Die Zusammenstellung der Gruppe ist eine einfache und häufig genutzte Anpassungsmöglichkeit.

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Wenn man das Aussehen der Spielfiguren verändert, geht es dabei um mehr als nur um ihre visuelle Erscheinung. Wenn die Spielfigur eher schwer gebaut ist, steigt auch das Gewicht, das der Charakter mit sich tragen kann. Trägt man mehr Gewicht mit sich, als die Kapazität zulässt, benötigt man mehr Ausdauer für Bewegungen und das Bewegungstempo sinkt. Das Gewicht des Charakters beeinflusst auch, wie schnell die verlorene Ausdauer zurückgewonnen wird. Auch die Körpergröße des Charakters bestimmt, wie dieser im Spiel interagiert.

Größere Charaktere haben beim Angriff einen Reichweitenvorteil, sind aber auch einfacher zu treffen. Kleinere Charaktere laufen dagegen langsamer und haben insgesamt ein anderes Bewegungstempo. Aber nicht nur die Größe, sondern auch das Geschlecht eines Charakters kann sich auf die Spielstrategie auswirken. Da die Reichweite und Ausdauer der Charaktere entscheidende Aspekte sind, wird man sie direkt zu Beginn des Spiels bemerken.

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