MUBI-Update (8. Dezember)

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In dieser Woche feiern wir bei MUBI die Meisterwerke des schweizer Autorenfilmers Thomas Imbach in unserer Reihe „Films by Thomas Imbach“.

Von Anfang an wurden Imbachs Filme als Experiment mit dem reflexiven Potenzial des Kinos als Medium und konstruierte Realität angesehen. „Es hat mich immer ganz plötzlich überkommen. Es ist wie Verliebtsein – man kann die Ursache nicht wirklich erklären“, sagt Imbach.

Well Done (1994) ist eine absurde Komödie über den unkontrollierbaren Daten- und Geldstrom, der in der Schweiz fließt. Augusteb hat diesen Film „geliebt“. In Ghetto (1997) begleiten wir eine Gruppe Teenager durch einen anarchischen Klassenraum, eine Kellerdisco und durch die Nacht. „Man muss dem Film 15 Minuten zum Sacken geben“, rät Giammiz, „dann wird man ihn lieben.“

Happiness Is a Warm Gun (2001) zeigt „Variationen über eine wahre Geschichte“ – wie es im Untertitel heißt. Es ist die Geschichte von Petra Kelly, Mitbegründerin der deutschen Partei „Die Grünen“, die 1992 nachts von ihrem Partner, dem ehemaligen General und „Grünen“-Politiker Gert Bastian, erschossen wurde. Happiness wurde in Berlin und Locarno aufgeführt und gewann einen Filmpreis in Zürich.

Lenz (2006, Bild oben) erzählt die Geschichte eines Filmemachers, der Georg Büchners Romanfragment Lenz recherchiert. Im August schrieb Tsienni: „Dank der mitfühlenden Darstellung von Sensibilität und Gutmütigkeit schafft es dieser Film, die scheinbar banalen Momente der bizarren Selbstsuche eines Mannes in eine wunderschöne, visuelle Hymne des wahren Lebens zu verwandeln.“

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