Bei MUBI passiert diese Woche viel Aufregendes!

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MUBI Update: 21 July 2011

Los geht’s in Melbourne. In dieser tollen australischen Metropole findet eines der renommiertesten internationalen Filmfestivals überhaupt statt. Was das für euch bedeutet? Wir bringen einige der besten Filme dort auf eure PS3-Systeme! Ab Samstag, den 23. Juli, zeigen wir Filme des Festivals jeweils einen Tag nach der Vorstellung in Melbourne kostenlos bei MUBI. Die Auswahl ist klasse! Wie üblich ist die Verfügbarkeit einzelner Titel von Land zu Land verschieden. Seht also jeden Tag nach, was neu ist. Die Partnerschaft endet am 7. August, schaut euch in diesen festlichen zwei Wochen also an, so viel ihr könnt!

Oh, und ihr wollt wissen, was das obige Bild zu bedeuten hat? Es stammt von einem der Filme aus Melbourne, die weltweit bei MUBI gespielt werden. Der spanische Spielfilm Finisterrae von Sergio Caballero, einem der „Tiger Award“-Gewinner beim diesjährigen International Film Festival Rotterdam, ist so bizarr und mysteriös, dass ich es dem Festival überlasse, ihn zu beschreiben:

„Zwei russische Geister unternehmen eine ‚spirituelle‘ Reise durch den Norden Spaniens auf der Suche nach einem großen Orakel, das ihnen die Möglichkeit eröffnet, wiedergeboren zu werden. Durch schneebedeckte Felder, Wälder aus Plastikohren und Rentierherden führt die Reise die Geister – von denen der eine einen Windsack trägt, der andere zu Pferde (beziehungsweise im Rollstuhl) unterwegs ist – näher an ihr Ziel heran. In diesem skurrilen, von Philippe Garrels La Cicatrice intérieure inspirierten modernen Märchen vermischt Regiedebütant Sergio Caballero (Kodirektor des beliebten Sónar Festival of Advanced Music and Multimedia Art) hohe Kunst und niederen Humor miteinander.“

Wir haben weitere spannende Neuigkeiten aus Australien, diesmal nur für das australische und neuseeländische Publikum. Wenn ihr aus diesen Ländern kommt, solltet ihr am Mittwoch, den 20. Juli, bei MUBI vorbeischauen. Wir veröffentlichen den Festival-Modedokumentarfilm-Hit „Yves Saint Laurent – Pierre Bergé, l’amour Fou“ (Pierre Thoretton, Vereinigtes Königreich/Frankreich) einen Tag, bevor er dort auf DVD erscheint. Yves Saint Laurent gründete eines der berühmtesten Imperien der Modewelt. Diese bewegende Dokumentation zeichnet seinen Aufstieg nach, seine lebenslange Partnerschaft mit Pierre Bergé und ihre Entscheidung, ein Leben lang gesammelte wertvolle Kunst zu versteigern. Als weiteren Bonus exklusiv für „MUBI PS3″-User zeigen wir bis zum 7. August eine Stunde Bonus-Filmmaterial über Yves Saint Laurent.

Folgende neuere Höhepunkte werden jetzt auf der Plattform gespielt:

Carcasses (Denis Côté, Kanada) Nicht in Luxemburg

In vielerlei Hinsicht ist diese absolut einzigartige Dokumentation der bislang beste Film des kanadischen Nachwuchs-Autorenfilmers Côté. „Denis Côtés viertes Werk, einer der mutigsten kanadischen Filme seit langer Zeit, erreicht einen seltenen Zustand herzogscher Seltsamkeit“, sagt Jason Anderson von Eye Weekly. „Carcasses beginnt als quasi-dokumentarisches Porträt von Jean-Paul Colmor, dem freundlichen Besitzer eines riesigen Schrottplatzes in den Hinterwäldern von Québec, erhält aber dann einen zunehmend ungeheuerlich-mythischen Charakter, als Colmors mit Metall übersätes Königreich von jugendlichen Plünderern heimgesucht wird. Dass letztere Gruppe von Schauspielern mit Down-Syndrom gespielt wird, mag eine gewisse Betroffenheit hervorrufen. Doch die von dem stillen Erstaunen und der Verspieltheit der Vorgänge erfüllte Atmosphäre machen Carcasses zu etwas Seltenem und Wundersamen.“

The Fall of the Louse of Usher (Ken Russell, Vereinigtes Königreich)

„Der ultimative ‚Amateurfilm‘?“, fragt Darrell Buxton. „The Fall of the Louse of Usher wurde mit winzigem Budget über sechs Monate lang im Garten hinter dem Haus des Regisseurs gedreht. Den Anhängern des einzigartigen Enfant terrible Ken Russell sollte der Speichel laufen, Produzenten sollten ihre Scheckhefte zücken und diesen großartigen Mann mit Millionen überhäufen. Die Kunstwelt sollte das Parlament belagern und verlangen, dass Ken auf Lebenszeit in den Adelsstand erhoben wird. Doch letztlich wird dieses Camcorder-Meisterwerk von den meisten eher ignoriert, und 90 Prozent jener, die ihn sehen, werden ihn als Müll abtun. Wer auch nur das geringste Interesse an unkonventionellen Filmen, ausgefallenem visuellen Stil oder Edgar Allan Poe hat oder gegen Missstände kämpft, sollte sich dringend […] Usher ansehen, wo es möglich ist.“