MUBI-Update: 24. Februar 2011

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Willkommen zu einem neuen Update unserer ständig wachsenden Bibliothek mit unabhängigen und internationalen Filmen sowie Filmklassikern bei MUBI. Jede Woche werden in verschiedenen Ländern weitere Filme hinzugefügt, aber hier sind meine Favoriten dieser Woche:

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Filme von José Mojica Marins Überall verfügbar

The Strange Hostel of Naked Pleasures, Hellish Flesh, The Strange World of Coffin Joe und die Dokumentation The Strange World of Mojica Marins.

Wir erweitern unser Angebot an Kultfilmen diese Woche mit einer kleinen, aber starken Filmreihe des brasilianischen Meisters der Kulthorrorfilme José Mojica Marins, dem legendären Erschaffer, Regisseur und Schauspieler der berühmten „Coffin Joe“-Filme. Und wenn ihr mir nicht glaubt, möchte ich euch auf unseren ehrenwerten Mitstreiter Christoph Huber verweisen, der Marins für das wunderbare kanadische Filmmagazin Cinema Scope porträtiert hat, als der Autorenfilmer seinen bekannten Unhold 2008 für einen neuen Film wiederauferstehen ließ – The Man, The Myth, Mojica: Zé do Caixão’s incredible comeback. Wir haben in die Reihe auch die Dokumentation „The Strange World of José Mojica Marins“ aufgenommen, die einige Hintergrundinformationen zum Thema bietet. Huber nennt diesen Film „eine hervorragende Einführung in [Marins‘] Arbeit (und Mythos)“.

Breaking the Waves (Lars von Trier, Dänemark) Verfügbar in der Schweiz

Nachdem er die Filmindustrie mit dem Dogma-95-Manifest schockierte, das strenge Regeln für das Filmemachen festlegte, machte Lars von Trier genau das, was man von ihm erwartet: Er brach alle Regeln, die er selbst festgelegt hatte. (Später drehte er mit „Idioten“ noch einen einzigen Dogma-Film, bevor er mit „Dancer in the Dark“ zur digitalen Ästhetik von „Breaking the Waves“ zurückkehrte.) „Breaking the Waves“ markiert eine neue Phase in der Karriere eines der prominentesten internationalen Filmemacher unserer Zeit und verlagert seinen Arbeitsschwerpunkt von den barocken Stilisierungen der vorangegangenen Genre-Pastiches hin zu der stärkeren Gefühlsbetontheit von Melodramen, die an Sensationslust und bittere Sentimentalität grenzt. Anstatt wie in den amerikanischen Melodramen der 1950er-Jahre die Emotionen in überladenen Kulissen und Farben voller Sprengkraft aufzublähen, nutzt von Trier bestimmte Aspekte seiner Dogma-Philosophie, um die Glaubenskonflikte und inneren Konflikte eines Ehepaars sowohl gnadenlos als auch liebevoll darzustellen. Einer der denkwürdigsten Filme der 1990er.

The Blues: Feel Like Going Home (Martin Scorsese, USA) Verfügbar in der Schweiz>

Martin Scorsese (Shutter Island, Taxi Driver) gesellt sich zu seinen Kollegen Wim Wenders, Charles Burnett und Clint Eastwood und inszeniert einen Film bei „The Blues“, der hochgelobten amerikanischen Doku-Reihe zum Thema – ihr habt richtig geraten – Blues-Musik. Scorseses umfassender, farbenprächtiger Beitrag befasst sich mit der Reise musikalischer Traditionen von Afrika ins Mississippi-Delta.

Kommentare sind geschlossen.

2 Kommentare

  • Lord_Zocker

    Ich glaube irgendwo hat sich hier ein Fehler eingeschlichen. Vielleicht ist es ja noch niemanden aufgefallen, aber alles nach dem „>“ in der Überschrift zum letzten Absatz ist Kursiv. Das betrifft nicht nur den Artikel, sondern auch alle anderen folgenden Artikel. Auch akkes andere im blog ist Kursiv (z.B. „Du bist als Lord_Zocker angemeldet. Wenn du nicht Lord_Zocker bist, kannst du dich hier abmelden.“ hier über dem Kommentarfenster). Ich würde mal sagen, dass der Fehler irgendwo im Seitenquelltext ist. Da ich kein Programmierer bin, weiß ich aber auch nicht wo…

  • Lord_Zocker

    … man sieht’s, mein Kommentar ist auch Kursiv 😉 xD