Debatte am Freitag: Ein Universum – zwei Welten?

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Ich wünsche euch allen einen schönen Freitag-Abend und möchte nach einer anstrengenden Arbeitswoche jetzt noch ein bisschen debattieren bevor es in die wohlverdiente Pause am Wochenende geht. Während so einer Arbeitswoche benutze ich ja öfter mal ganz gerne die Phrase „Das Universum der Videospiele“. Zugegebenermaßen, der Term ist ein wenig euphemistisch, aber man kann ihn durchaus rechtfertigen.

Die weltweite Community der Videospieler ist so unfassbar vielfältig, das Angebot an Spielen und Möglichkeiten tut es ihr gleich. Ich wage zu behaupten, dass es für jeden Menschen auf der Welt das passende Videospiel gäbe. Allerdings fällt mir auch auf, dass dieses „Universum“ nicht geeint ist. Es verläuft eine klare Trennungslinie zwischen dem japanischen Videospielmarkt und den Zockern im Westen.

Yakuza 3

Titel, die im fernen Osten absolute Blockbuster sind und von jedem Zocker gespielt werden, kennt hierzulande teilweise kaum jemand. In der Entwicklung müssen die Designer und Programmierer manchmal völlig unterschiedliche Bedürfnisse bedienen. Das ist doch schon ein wenig merkwürdig, oder? Können die kulturellen Bedürnisse nach Unterhaltung denn so verschieden sein?

Ein geradezu perfektes Gegenbeispiel liefert die Yakuza-Reihe. Ur-japanische Spiele, die auch hier in Europa begeistert aufgenommen werden. So unterschiedlich sind die Gamer also doch nicht, oder? Wenn man uns in Europa nur einen vernünftig lokalisierten Zugang zu den Hits des Ostens gewährt, nehmen wir das dankbar an.

Liegt es vielleicht einfach nur an den Herstellern, die ihre Fans über die Werbung beeinflussen und auf bestimmte Muster in den Videospielen „eichen“? Wäre es nicht vielleicht sogar sehr spannend, die fremde Herangehensweise an die Entwicklung von Videospielen als Konsument zu erleben? Es wäre eine recyclete Innovation, aber es wäre schlussendlich für uns in Europa eine Innovation, und das ist doch immer gut.

Was denkt ihr dazu? Ist es angemessen, dass Japan und Europa so unterschiedliche Spiele bekommen? Gibt es nicht einige Titel aus Fernost die ihr liebend gerne auch ordentlich lokalisiert spielen wollen würdet? Lasst es mich wissen, ich bin auf eure Kommentare gespannt.

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11 Kommentare

  • Die japanische Spielebranche liegt, und das geben die Entewickler selber zu weit zurück…deswegen gibt es immer mehr Abklatschversuche (wie z. B. bei Castlevania, dass GOW sehr ähnelt) um den Markt wieder in Schwung zu bringen…
    es gibt nur ein paar Ausnahmen die gut sind…FF oder Yakuza z.B. .

    Aber um auf die eig. Frage zurückzukommen…die Spiele in JAP sind Kitsch, deswegen kein Problem, dasss sie teilweise in GER nicht mal erschienen

  • Da bin ich anderer Meinung: Japanische Spiele sind großartig.
    Sie entführen einen oft in knallbunte Welten oder surreale szenarien, die es so in westlichen Spielen nicht gibt, da sich westliche Entwickler stärker an die Realität halten als japanische.
    So auf Anhieb fallen mir keine must-have Titel ein, die japan-exklusiv sind, wohl aber welche, die auch in den U.S.A, aber nie in Europa erschienen sind. ( z.B. Chrono Cross, Xenogears, Chocobos Dungeon )
    Eine U.S. Import-sektion im PS-Store wäre also angebracht.
    Um wieder zum eigentlichen Thema zurückzukommen, möchte ich anmerken, dass es durchaus japanische-titel gibt, die noch in Entwicklung sind, bei denen ich ein Wenig Angst habe, dass sie ihren Weg nie in den Westen ( speziell Europa ) finden werden. ( z.B Catherine, El Shaddai: Accessions of the Metatron, Ape Escape fury fury )
    Und eins noch: Dating-simulationen will hier wohl niemand, nicht einmal ich.

  • Es gibt genügend gute Spiele aus Japan, zumindest im Ansatz, leider fehlt oft die nötige Qualität und Werbung um im Westen erfolgreich zu sein, es krankt immer an der ein oder anderen Ecke. Möglich dass die Spiele einfach ein zu kleines Budget haben, da sie nur auf den japanischen Markt ausgelegt sind. Gerade wenn ich an Spiele wie Way of the Samurai oder Nier denke, hätten die im Westen durchaus mit Yakuza mithalten können, wenn sie etwas hochwertiger produziert worden wären, bessere Grafik und so weiter…

    Von JRPG muss man denke ich nicht reden, da ich finde dass es dabei vorallem um den geschmak des Spielers geht und gerade die westlichen Spieler werden mit den typisch japanischen JRPG-Helden nicht richtig warm. Es gibt im Westen aber durchaus einen gewissen Absatzmarkt für diese Spiele, es reicht halt einfach nicht um jedes Spiel nach Europa zu holen. Nach Amerika schaffens noch ein paar mehr und die kann man dann auf englisch Importieren.

    Im Moment bin ich vorallem gespannt ob Cathrine von Atlus und Ni no Kuni von Level 5/Ghibli es nach Europa schaffen.

  • japanische spiele sind meiner meinung nach sehr gut wie zb. resident evil,msg4,gt5,ff13und viele andere. der einzige kritikpunkt gegen westliche spiele ist das es viel zu wenige japanische spiele mit deutscher sprach ausgabe gibt.die meisten spiele haben nur deutsche untertitel und englische oder japanische sprach ausgabe.

  • sorry für doppelt post aber japanische firmen sind nicht wirklich hinter westliche spiele firmen zurück nur bedienen japanische firmen meistens eine andere ziel gruppe.

  • Moin,
    die Spielewelten der Europäer und der Japaner sind schon unterschiedlich, welcher Europäer hat nicht Bauklötzer gestaunt als er Metal gear Solid 2 gespielt hat und mit Raiden konfrontiert wurde.
    der erste gedanke war, wer zum Geier ist das?Inzwischen werden ja auch anpassungen vorgenommen, wie zum Beispiel bei NIER (glaube ich) von Square Enix, schätze mal das war aufgrund der reaktionen auf Raiden.Ich spiele seid 14 Jahren auf der PlayStation und habe mir damals immer FachLiteratur in Form von Zeitschriften besorgt. Dort wurde das eine und andere mal „über den Tellerand “ geschaut. Spiele wie die „Densha de GO!“ Reihe haben nie den Weg nach Europa gefunden (Eisenbahn/ U-Bahn Simulator) mit passendem Steuerpult. Bei unseren asiatischen Freunden hat sich das Game zig-mal verkauft. Geht noch weiter…..

  • Weiter im Text…..
    Und es gab noch reichlich andere Knaller, die mir gerade nicht einfallen.Ich gehe davon aus das es in Europa genug Leute gibt die gern mal solche Exoten anzocken würden. Vielleicht sollte man mal die eine oder andere „Durchgeknallte“ Demo im Store zur verfügung stellen und die Reaktionen der Leute abfragen. Viele meiner freunde haben sich Bayonetta zugelegt, die waren auch der Meinung das es dort „sehr japanisch“ zugeht, aber Spaß macht das Game trotzdem. Man sollte sich nur darauf einlassen und mal die Barriere im Kopf fallen lassen und es einfach als Entertainment ansehen. Im Fall von Yakuza 3, war die Enttäuschung groß, als dann Sachen gefehlt haben, die Leute haben es gemerkt, da sie sich auch durch die japanische Demo gefriemelt haben, was aufgrund der Sprachbarriere, mehr ein lustiges „ich probier mal das, oder das aus“ war, aber lustig war es allemal. Man hat ja seitens der Entwickler reagiert und wird den nächsten Teil von Yakuza komplett lokalisiert rausbringen, was ich einen feinen Zug finde. Die Zocker dieser Welt sind offener gegenüber „neuem“ geworden. In diesem Sinne, ermöglicht uns Zockern, den Blick über den sog. Tellerrand und wir werden es Euch danken.

  • PhilippeR81

    Hi, ich will lokalisierte Japan Games 🙂 die yakuza teile z.B. sind bei mir nie angekommen da Sie nur in reinem englisch oder japanisch erschienen sind.

    Wann kommt bayonetta2 xD

    Lg

  • Seit den alten NES-Tagen bin ich großer Fan von japanischen Entwicklern. Square-Enix, Capcom und Konami haben zusammen wohl die großartigsten Spiele der letzten 20 Jahre entwickelt.

    Final Fantasy, Kingdom Hearts, Dragon Quest, Vagrant Story, Front Mission, Resident Evil, Metal Gear Solid, Onimusha, Silent Hill, Zone of the Enders, etc….

    Japanische Entwickler sind kreativer, legen mehr Wert auf kleine Details, stecken in der Regel viel Details in die Story und machen sich viel Gedanken über die Motive der Charaktere…

    „Westlich“ trifft den Kern irgendwie nicht ganz, da US- und UK-Gamer doch einen etwas anderen Geschmack haben als Kontinaleuropäer.

    Westliche/US-Entwickler sind vielleicht effizienter in der Entwicklung und bringen daher fast schon in jährlichem Abstand Sequels heraus….Dafür bleiben die Spiele oft nicht so lange im Gedächtnis. Irgendwie ist es fast immer das gleiche. Dark Void war für mich ein Paradebeispiel. Die Spielmechanik war im Grunde nicht schlechter als bei Uncharted…. aber die Story war nicht gut erzählt…An Uncharted denke ich heute noch gerne zurück, weil die Charaktere witzig und interessant waren.

  • In Summe finde ich aber nur wenige westliche Games wirklich gut. Die First-Party-Titel sind aber meistens sehr gut…Third-Party von Activision oder EA… naja, nicht so mein Ding.

    Das liegt wohl daran, dass ich hauptsächlich der Story wegen spiele. Shooter sind einfach nicht so mein Ding…aber es kommen ja fast nur mehr Shooter aus dem Westen…

  • rootsragga70-09

    weiß gar nicht ob es japanisch war,hab damals auf ps1 fear effect teile gezockt und jade cocoon…hmm ob es nun japanisch ist oder nicht eigentlich latte hauptsache das game macht fun…bei solid 4 fand ich cool das sich comic styles mit ernsthafter story vermischt haben,wenn das typisch japanisch ist mehr davon…siren blood curse bleibt für mich unvergesslich einfach nen ganz eigenen flair das game,übrigends war siren das erste ps3 game was ich mir gekauft hatte…was auch sehr eigen war ist folklore,hab ich meiner freundin zum geburtstag geschenkt,zwar ne irische story,aber glaub auch eher nen japanisches gameplay…finde an den japanischen entwicklern eh besonders das sie unsere welt und feelings so einfangen können,das sie uns sogar in games das liefern was uns flashed und dann auch bewegt,das dachte ich mir gerade beim letzten silent hill teil,hmm ne eigentlich schon vom ersten teil an…..peaceundso