SingStar sucht den Star seines neuen Werbespots bei „Germanys Next Topmodel“ (Teil 1)

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Wir sind in San Francisco.

Eigentlich ein Grund zur Freude. Jedoch nach 11 Stunden Flug und mit 9 Stunden Zeitverschiebung auf der Uhr ist der Tag schon ziemlich lang. Mein Körper hat die Reise um den halben Erdball noch nicht ganz verarbeitet. Direkt nach der Landung am frühen Nachmittag geht es gleich zum Location-Check – meint, wir (die Agentur) fahren mit dem Kunden und der Film Produktion zum Ort des Geschehens, wo in zwei Tagen ein Casting stattfinden soll, bei dem Kandidatinnen von „Germany’s next Topmodel“ gecastet werden sollen.

Der Job begann vor gut vier Monaten mit einem Briefing an die Agentur. Geplant war ein TV Spot für SingStar. TV Spots Schreiben und Abdrehen gehört zu unserem täglichen Brot. Allerdings erwartete uns eine außergewöhnliche Aufgabe. Denn während der Vorbereitungen der Spot-Produktion sollte sich die Möglichkeit bieten, auch die Teilnehmerinnen von „Germany’s next Topmodel“ zu einem Casting einzuladen.

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Ein Auslandsdreh ist an sich schon aufwendiger. Doch die Zusammenarbeit mit der TV-Produktion „Germany´s next Topmodel“ erforderte zusätzlich präzise Vorbereitungen.
Jeder, der so eine Staffel lang mal vor dem Fernseher saß, kennt den groben Ablauf eines Castings bzw. das, was man im Fernsehen davon zu sehen bekommt. Jedes Model muss sich dem Kunden vorstellen, mit einer Mappe ihrer bisherigen Arbeiten, präsentiert sich vor dem Kunden und macht ggf. noch unter Anweisung eine bestimmte Übung oder ein Probeshooting, um zu beweisen, dass sie die Richtige ist. Zu guter Letzt wählt dann der Kunde aus, wer ihm am besten gefallen hat. Fertig. Im Anschluss wird der eigentliche Kunden-Job umgesetzt: meist ein Fotoshooting, manchmal ein Filmdreh. Im Fernsehen sind das ein paar Minuten Sendezeit.

In REAL TIME ist das nicht so einfach. Erst recht, da man nicht jeden Tag unter solch besonderen Bedingungen arbeitet.

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Wir stehen also übermüdet und etwas irritiert, weil es mittlerweile seit mehr als 12 Stunden immer noch Nachmittag ist, im Castingstudio und begutachten die Räumlichkeiten. Das ist wichtig, denn Platz können wir gar nicht genug haben. Und das nicht für unsere Egos:

Alleine von ProSieben und der Produktion „Germany´s next Topmodel“ werden später ca. 25 bis 30 Personen kommen. Zusammen mit dem Kunden, unserem Regisseur, der Agentur, unserer deutschen Produktion und der Serviceproduktion vor Ort sind das um die 50 Menschen. Viel Personal!

Wir besprechen die Verteilung der Räumlichkeiten und den kommenden Tag. Der Termin ist Gott sei Dank zügig vorbei und wir können endlich ins Hotel. Kurz auspacken, gründlich duschen, dann essen, einen Abstecher an die Hotelbar und dann ab aufs Zimmer.

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Um 4:00 Uhr früh ist es dann auch mit der Nachtruhe vorbei. Bonjour, Jetlag! – – also aufstehen, Mails checken und die Kollegen in Berlin mit ein paar Anrufen belästigen. Ich prüfe noch einmal meine Unterlagen und versuche mich auf den Tag vorzubereiten. Für ein Frühstück ist es noch zu früh. Das Telefon klingelt, meinem Kollegen aus Zimmer 208 geht es ähnlich, also beschließen wir den Tag mit Joggen zu beginnen. Ich hatte sowieso gerade nichts Besseres vor. Wir springen in ein Taxi, fahren bis zur Atlantikküste und joggen am Strand bis zur Golden Gate Bridge. Sieht alles irgendwie aus wie auf den Postkarten auch.
Ich scheine wirklich in San Francisco zu sein.

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Auf dem Weg ins Studio erzählen alle das Gleiche, niemand hat wirklich lange geschlafen und alle sind bereits mit den ersten Sonnenstrahlen um den Block gezogen.
Jetzt ist aber Arbeiten angesagt. Die Stimmung auf den meisten Drehs ist locker und ungezwungen. Der Umgang ist freundschaftlich, jeder weiß, was seine Aufgabe ist und es gibt klare Hierarchien. Die Leute von der Produktion sind schon vor Ort und haben begonnen das Equipment zu entladen und das Studio herzurichten. Wir wollen heute das Studio komplett einrichten, um für den Folgetag, dem Casting unseres Models, gerüstet zu sein.

Man muss sich das so vorstellen: In einem 250qm Studioraum soll die TV-Aufzeichnung stattfinden. Wir brauchen Platz für die Models, die Kunden, die Produktionsteams und jede Menge Leute, die einfach da sind, weil sie irgendwie dazu gehören. Diese dürfen aber zu keinem Zeitpunkt im Blickfeld der Kamera stehen. Zusätzlich brauchen wir noch ein paar Räume für Equipment, Unterbringung der Models, die Empfangs-Szene der Mädchen, der Vorstellungsrunde, Aufenthaltsräume für die Crew und das Catering… das ganze Studio ist geblockt!
Im eigentlichen Casting-Studio selbst stehen dazu noch ein Trampolin, eine SingStar-Station, jede Menge Lichter und Lichtsegel, vier hohe Regiestühle… werft mal einen Blick auf die Bilder.

(Fortsetzung folgt morgen)