Hello again: Wir haben wieder ein Interview mit Steffen, frischgebackener Sieger der nationalen GT Academy

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Der Traum von 330 PS. Der Traum vom Rennfahrerleben. Sony macht ihn wahr. Für Steffen „zocker_16 GTRP“ wurde am Sonntag ein Traum war. Der Traum vom Siegerpodest, die Vision von Silverstone und die Sehnsucht wieder ein 330-PS-Monster zu bändigen.

Nach 15 Minuten des Jubels, entreißt der Playstation Blog, vertreten in Person von Benjamin Kratsch, der uns diesen erstklassigen Bericht geliefert hat, den PSL-Promi aus dem Blitzlichtgewitter und spricht mit ihm über die großen Herausforderungen von Silverstone, knallharte Fitness-Tests, ein witziges Treffen mit Kazunori Yamauchi und warum man mit „Gran Turismo“ tatsächlich für echte Rennen trainieren kann.

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Steffen, der Jubel kennt keine Grenzen, die Fotografen wollen gar nicht mehr aufhören und die TV-Teams streiten sich um dich. Bist du im PSL-Himmel angekommen?

Steffen: Ich kann das immer noch nicht fassen, das ist alles so surreal.

Und doch kannst du dir gute Chancen ausrechnen. Schließlich hast du dich bereits letztes Jahr gegen 24.920 Konkurrenten durchgesetzt und einen Nissan GTR über den Silverstone Circuit gejagt. Kannst du für uns die Ereignisse nochmal skizzieren. Was war das für ein Gefühl im Hotel in England anzukommen?

Steffen: Ich war total aufgeregt. In einem 5-Sterne-Hotel wohnt man ja eher selten. Und bereits am Anreiseabend wartet das erste richtig große Highlight. Da wollten wir gerade einchecken, kommt doch tatsächlich Kazunori Yamauchi gemütlich auf uns zu geschlendert.

Der Schöpfer von „Gran Turismo“, auch genannt der Autogott. Und was hast du ihn gefragt?

Steffen: Welches Auto er privat fährt? Seine Antwort: Kommt drauf an, je nach Lust und Laune dürfen Porsche GT3, Audi R8 Nissan GTR zeigen was sie können. Die freuen sich immer wenn Papa nach Hause kommt. Ein unfassbar witziger Typ, auch wenn sein Dolmetscher immer alles übersetzen musste was ein Gespräch schwierig macht.

Feine Sache. Und am nächsten Tag durftet ihr dann selbst ans Steuer eines Nissan GTR, oder?

Steffen: Ha, denkste, ganz so schnell ging das dann nicht. An der Rennstrecke angekommen, wurden wir erst mal mit Helm, Rennanzug und Joggingklamotten ausgestattet. Dann ging es zum Fitness-Check all inclusive. EKG, Radfahren und alles was das Sportlerherz wünscht. Und ich bin ja ein wahnsinnig großer Sportler (grinst). Schlussendlich hatten wir es dann überstanden und durften das erste Mal in einem echten Auto Platz nehmen, an Bord eines Nissan 350Z mit über 300 PS. Nun ja, leichter gesagt als getan. In England hat man ja Linksverkehr, das Lenkrad war also rechts. Ziemlich gewöhnungsbedürftig.

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Und wie fährt sich so ein 300-PS-Monster?

Steffen: Geil. Von 0 auf 100 in unter sechs Sekunden. Wir sind allerdings noch kein Rennen gefahren, sondern erst mal nur über einen Hütchenparcours um das Auto beherrschen zu lernen. Am schnellsten war ein Engländer, ich sag nur Rechtslenkung (grinst).

Dann war der erste Tag auch schon vorbei. Und am nächsten haben sich Nissan und Sony eine kleine „Nettigkeit“ einfallen lassen….

Aber Hallo, extrem fies, mit uns kann man es ja machen (lacht lauthals). Wir sind schon um 6 Uhr zur Strecke gefahren. Da standen dann fünf Nissan GTR schön aufgereiht und die Vorfreude in mir wuchs und wuchs….Ja, endlich geht’s los, wir waren alle richtig heiß trotz der frühen Morgenstunde. Dann kam allerdings unser Coach und meinte: „Alles klar Jungs, wisst ihr was ein echter Rennfahrer morgens um 6 macht? Nein, nicht Autofahren. Joggen ist angesagt meine Herren.“ So sind wir dann also schlaftrunken einmal um den kompletten Kurs gelaufen. Und der ist ja nicht gerade kurz, aber hey ich will hier nicht als Meckerfritze dastehen. Die Tage der GT Academy waren das großartigste, was ich je erlebt habe und ich kann es immer noch nicht fassen dass ich jetzt nochmal die Chance bekomme mich zu beweisen.

Wir drücken alle verfügbaren Daumen. Erste Erfahrungen mit einem GTR durftest du dann ja doch noch machen, oder?

Steffen: Ja, allerdings stand vor noch ein vierstündiges Ausdauerrennen an. Allerdings im Kart. Ausdauer und absolute Fitness sind nun mal das A und O im Rennsport.

Die beiden Schumis haben auch im Kart angefangen. Apropos, ihr habt die Motorsport-Legende Johnny Herbert getroffen…

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Steffen: Ja, als Belohnung für einen extrem harten Fitnesstest: Zwei Kilometer Joggen, Hindernisparcous mit Kletterwand, jeweils 50 Minuten durch Matsch und einen Wassergraben. Abschließend haben wir Herbert im British Racing Drive Club getroffen. Er hat ja das 24-Stunden-Rennen von Le Mans gewonnen, also eine echte Legende.

Das kannst du jetzt auch werden. Dem Sieger winkt eine Lizenz und damit Ausbildung zum Profi-Rennfahrer. Erste Presseluft durftet ihr auch schon schnuppern. Was hat Kai Ebel gefragt?

Steffen: Der war leider nicht da, aber sonst sehr viele Medien. Einige aus Deutschland wie beispielsweise die Autobild, die meisten natürlich aus England. Sie hat vor allem interessiert ob man mit einem Spiel wie „Gran Turismo“ wirklich echte Rennen trainieren kann. Und ja, das geht und machen die Profirennfahrer stellenweise sogar auch. Die Bewegungen sind die gleichen, außerdem weiß ich wo wichtige Bremspunkte liegen, wie ich das Lenkrad unter Kontrolle bekomme, auf der Ideallinie fahre. Untersteuern, Übersteuern, das sind alles Dinge die wir hier beim Finale am Nürburgring auch beachten mussten.

Ein Furioses Finale. Am Ende trennten euch nur zwei Zehntel..

Steffen: Ja das Finale war der Hammer, ich bin echt glücklich und fühle mich geehrt mit so tollen Leuten all das erlebt zu haben. Es war sicher einer der bewegendensten Augenblicke in meinem Leben: Ganti kamen die Tränen, meine Mum hat geweint und mein Vater wollte mich auch nicht mehr loslassen. Schon etwas skurril wenn so viele Kameras um einen herumstehen. Mit Ganti habe ich mir ein Kopf-an- Kopfrennen geliefert, das war der Hammer. Frag mich nicht wie und warum und überhaupt, aber wir haben beide eine Bestzeit nach der anderen gebrochen. Ich bin gefahren wie auf Schienen. Also total verrückt, so als würde das Auto mir einfach gehorchen. Brav mein lieber Nissan 370Z, brav. Er hat gemacht was ich wollte und überhaupt nicht gebockt. Wäre es ein echtes Auto, hätte es als Belohnung eine Komplett-Reinigung inklusive Tuning bekommen.

Na dann. Alles Gute. Wir sehen in uns Silverstone. Und bald schon bei der DTM. Wir wissen das du es schaffst.