
Wir haben Mega Mans nächstes Abenteuer und die Erweiterung zu Dragon's Dogma zum ersten Mal ausführlich gespielt.
Die gamescom ist in vollem Gange, und Capcom heizt dieses Jahr ordentlich ein: Erst wird der Blue Bomber in Mega Man: Dual Override übertaktet, danach geht es zum Abkühlen in die frostige und lebensfeindliche Region Norgan in Dragon’s Dogma 2: Dark Arisen. Ich durfte beide Titel anspielen und schauen, was Capcom da zusammenbraut.
Mega Man: Dual Override
Acht Jahre nach Mega Mans letztem neuen Auftritt erweist sich Mega Man: Dual Override als starke Frischzellenkur für die klassischen Side-Scrolling-Abenteuer des Blue Bombers.
Dual Override entschlackt die traditionelle Mega Man-Steuerung: Der Slide liegt jetzt auf der Kreis-Taste, statt wie in Mega Man 11 eine Kombination aus Runter-Drücken und der X-Taste (Springen) zu verlangen. So lassen sich Moves leichter aneinanderreihen, und ihr könnt schneller auf Gefahren reagieren.
Außerdem verabschiedet sich Dual Override von Extraleben und setzt stattdessen auf Checkpoints innerhalb der Level. Diese Änderungen nehmen kniffligen Passagen viel Frust: Sie fordern euch weiterhin, aber ihr müsst nicht mehr das komplette Level erneut durchlaufen, um eine schwierige Stelle noch einmal zu versuchen.
Zu Beginn eines Levels wählt ihr einen von drei Custom Chips aus, der euch eine mächtige Fähigkeit verleiht, die ihr mit R2 aktiviert. Der erste erzeugt einen Schild, der euch vor Schaden schützt. Der zweite lädt euren Mega Buster automatisch für stärkere Schüsse auf, ohne dass ihr die Viereck-Taste gedrückt halten müsst, und feuert bei Aktivierung eine Salve aus zwei aufgeladenen Schüssen ab.
Mit dem dritten Chip ruft ihr den Roboterhund Rush samt seiner Coil-Sprungfeder herbei, mit der ihr über große Abgründe oder auf hohe Vorsprünge federt.
Beim Zerstören von Gegnern ladet ihr zudem eure Override-Fähigkeit auf. Einmal aktiviert, schaltet Override euren Mega Buster in den Schnellfeuermodus, ideal für Bosskämpfe.
Ihr könnt bis zu zwei volle Override-Leisten aufladen, wodurch die Fähigkeit sehr lange anhält. Läuft sie aus, ist Mega Man allerdings überhitzt und ausgelaugt: Während er sich erholt, feuert euer Mega Buster langsamer.
Ich habe mich durch drei kurze Level auf dem Weg zum Kampf gegen einen Roboter namens Twinkle Girl geballert, jedes mit einer leicht anderen Interpretation eines Weltausstellungs-Themas.
Dual Override stellt euch jede Menge klassischer Mega Man-Hindernisse in den Weg: von Präzisions-Platforming bis zu Kämpfen gegen allerlei flinke, zähe Roboter, inklusive Mini-Bossen, die am Ende jedes Levels Wache stehen.
Am Ende der letzten Stage wartete Twinkle Girl auf mich, eine flinke Boss-Gegnerin, deren Feuerwerks-Thema sich in verschiedenen pyrotechnischen Waffen niederschlägt. Nachdem ich genug Schaden ausgeteilt hatte, zündete Twinkle Girl ihre zweite Phase und brachte noch mehr Feuer-Attacken ins Spiel. Sie hat mich ordentlich gefordert, bevor ich sie mit Hilfe von Override zu Fall brachte.
Mega Man: Dual Override schafft es großartig, sich wie ein Old-School-Mega Man anzufühlen und trotzdem clevere, moderne Ideen einzubringen. Mit der intuitiveren Steuerung, Checkpoints, die euch schnell zurück in die Action bringen, und schlauen Fähigkeiten, die euch Vorteile verschaffen, könnt ihr den Schwierigkeitsgrad von Dual Override an eure Vorlieben anpassen und kämpft euch trotzdem durch Level, die euer Können auf die Probe stellen. Mega Man: Dual Override erscheint nächstes Jahr für PS5.
Dragon’s Dogma 2: Dark Arisen
Der DLC zu Dragon’s Dogma 2 erweitert die Geschichte um ein neues Kapitel, das euch und eure Vasallen in den trostlosen Norden führt. Die gefrorene Region Norgan wurde von ihren einstigen Bewohnern aufgegeben und ist übersät mit den Überresten vergangener Leben und Konflikte.
Ich schlüpfte in die Rolle eines hochstufigen Kämpfers, und meine erste Aufgabe in Dark Arisen bestand darin, Beutestücke aufzuspüren: eine neue Art von Loot, die über die ganze Region verstreut ist. Dabei handelt es sich um verlorene Artefakte und Ausrüstung aus den vergangenen Schlachten, die Norgan in Trümmer gelegt haben. Ob beim Kämpfen, beim Öffnen von Truhen oder beim Durchstöbern von Gebäuden und Dörfern: Diese Beute solltet ihr überall im Blick behalten.
In der norganischen Siedlung, in der die Demo begann, bietet eine Frau an, eure Beutestücke zu begutachten und in mächtige Relikte zu verwandeln: Waffen und Rüstungen aus der Vergangenheit mit verbesserten Werten, die sogar neue Kampf-Skills für euren Charakter freischalten können. Für die Umwandlung braucht ihr allerdings Riftkristalle, überlegt euch also gut, in welche Gegenstände ihr investiert.
Mein Team und ich zogen durch die Wildnis und über Ausläufer in Richtung einer Bergfestung und trafen dabei auf einige Bewohner Norgans, darunter bullige Barbaren und Schattenwölfe.
Schließlich stießen wir auf einen turmhohen, zotteligen Riesen, der einen Baumstamm als Waffe schwang und eine gewaltige Menge Lebensenergie mitbrachte. Das riesige Wesen drischt aber nicht nur mit dem Baum auf euch ein, es speit auch einen eisigen Schwall, der euch verlangsamt und Schaden zufügt.
Wir verbrachten ordentlich Zeit damit, auf die Kreatur einzuschlagen, doch die eisige Landschaft bot auch Umgebungs-Optionen im Kampf. An einer Stelle hackte ich Eis auf und löste damit eine kleine Lawine aus, die gefrorenes Geröll auf den Riesen niedergehen ließ, während meine Vasallen ihn ablenkten. Nach einem langen, erbitterten Kampf streckten wir die Bestie nieder und sicherten uns zur Belohnung mächtige Beutestücke.
Kurz darauf erreichten wir die Festung, die direkt über einem zugefrorenen Fluss thronte. Wie bei der Lawine ließen sich auch hier Eisplatten zerschlagen, um Gegner ins Wasser darunter zu befördern, und Eiszapfen an Brücken und Toren erwiesen sich als praktische Fallen, die man auf Feinde herabstürzen lassen kann.
Im Inneren der Festung erwartete uns der Gefallene Drache, eine herzlose, untote Kreatur. Meine Vasallen und ich stellten uns dem Wesen in einem fordernden Bosskampf, in dessen Verlauf es immer wieder Horden untoter Kreaturen ausspie, die unser Team zu überrennen drohten.
Die Demo endete, während der Drache noch immer über uns aufragte. Ich hatte ihm zwar den Kopf abgetrennt, aber es ist klar: So leicht lässt sich dieses Wesen nicht besiegen.
Die Dark Arisen-Preview bot jede Menge Kämpfe und einen ersten Blick auf die wunderschöne, weitläufige Welt von Norgan. Ich bin gespannt darauf, ihre Geheimnisse zu lüften, wenn der DLC am 9. Oktober erscheint.
Beide Capcom-Demos haben auf der gamescom 2026 einen starken Eindruck hinterlassen und versprechen aufregende, intensive Schlachten im kommenden Jahr.
Häufige Fragen zu Dragon’s Dogma 2: Dark Arisen
Was bringt Dark Arisen für Dragon’s Dogma 2-Fans Neues?
Der DLC erweitert die Geschichte um ein neues Kapitel in der gefrorenen Region Norgan, die es im Hauptspiel nicht gibt. Neu sind das Beute-System (über die Region verstreute Artefakte vergangener Schlachten), die Umwandlung in Relikte mit verbesserten Werten und neuen Kampf-Skills sowie Umgebungs-Taktiken im Kampf, von Lawinen bis zu herabstürzenden Eiszapfen. Als Boss wartet unter anderem der Gefallene Drache, eine untote Kreatur.
Was sind Beutestücke und Relikte in Dark Arisen?
Beutestücke sind ein neuer Loot-Typ: verlorene Artefakte und Ausrüstung aus den Schlachten, die Norgan zerstört haben. Ihr findet sie in Kämpfen, Truhen und Gebäuden. Gegen Riftkristalle lassen sie sich begutachten und in Relikte verwandeln: Waffen und Rüstungen mit verbesserten Werten, die sogar neue Kampf-Skills freischalten können.
Brauche ich einen hochstufigen Charakter für Dark Arisen?
Die gamescom-Demo setzte auf einen hochstufigen Kämpfer, und die Gegner der Region, von Schattenwölfen über Riesen bis zum Gefallenen Drachen, richten sich klar an erfahrene Erweckte. Eure Vasallen begleiten euch wie gewohnt.
Wann erscheint Dragon’s Dogma 2: Dark Arisen?
Der DLC erscheint am 9. Oktober 2026 für PS5. Mega Man: Dual Override folgt im nächsten Jahr.









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