
Erlebt in unserem Hands-on das emotionale Action RPG Beast of Reincarnation von Game Freak, das am 4. August für PS5 erscheint.
Beast of Reincarnation ist ein Action RPG von Game Freak für PS5, das am 4. August erscheint. Ihr steuert die vom Blight befallene Emma und ihren Hund Koo durch ein postapokalyptisches Japan im Jahr 4026. Der Titel setzt auf „Souls“-ähnliche Kämpfe mit Paraden, Fertigkeitsbäume und ein Nahrungssystem.
Alle Details auf einen Blick
- Release: 4. August
- Plattformen: PS5
- Entwickler: Game Freak
- Genre: Action RPG
Schon bei seiner ersten vollständigen Enthüllung im Jahr 2025 sorgte Beast of Reincarnation für großes Aufsehen. Es brüllt sich durch die Menge beeindruckender Action RPGs: Game Freaks Ausflug in ein postapokalyptisches Japan verbindet Mythologie mit Mechanik zu etwas ganz Neuem. Unterstützt wird das Ganze durch die Erzählung von einer Frau und ihrem Hund, die die Welt retten.
Doch das ist noch längst nicht alles, was euch in Beast of Reincarnation auf PlayStation 5 erwartet. Ich konnte vor dem Release am 4. August bereits ausführlich in die Vollversion abtauchen. Dabei durfte ich eine emotional packende Geschichte, enorm tiefgehende Mechaniken und knackige, Souls-ähnliche Kämpfe erleben. Und nicht zu vergessen: den wohl tollsten, wenn auch vom Blight gezeichneten, riesigen Hunde-Begleiter, den man sich an seiner Seite nur wünschen kann.
Eine Welt voller mutierter Geheimnisse
Das Japan des Jahres 4026 ist ein Ort, den wir heute kaum noch wiedererkennen würden. Eine mysteriöse Katastrophe namens „Blight“ hat Pflanzen, Tiere und selbst die Menschen in einem unvorstellbaren Ausmaß befallen. Ganze Blight-Wälder haben ihr Gift weit und breit verbreitet und die Überreste der Menschheit in verstreute Siedlungen gedrängt.
An der Spitze aller Mutanten stehen die Nushi, mächtige und oft kolossale Wesen, die überall, wo sie umherstreifen, Angst und Zerstörung verbreiten. Als Ursache für all dies gilt die sagenumwobene Bestie der Reinkarnation, die alle 100 Jahre wiederaufersteht. Und so wird eine Person damit beauftragt, diesen Kreislauf des Untergangs zu beenden …
Die letzte Hoffnung der Menschheit
Emma ist von Geburt an vom Blight befallen und eine Ausgestoßene ohne Erinnerung an ihre Herkunft. Anfangs ist sie stoisch und nahezu emotionslos, da sie von ihrer Kolonie wegen ihres Leidens bestraft wird. Doch ihr Zustand macht sie auch wertvoll: Sie kann die Kräfte jedes besiegten Nushi in sich aufnehmen, mit dem Ziel, diese Kraft zum Töten der Bestie einzusetzen.
Natürlich stellt ihr im Laufe des Spiels fest, dass es nicht ganz so einfach ist. Aber für uns als Spieler macht das Emma zur perfekten Figur, um wunderschöne, aber unheimliche Wälder, die zerfallenden Ruinen der Zivilisation, wassergesättigte unterirdische Stützpunkte und geheimnisvolle Lebensräume zu erkunden.
Parieren oder sterben
Emma ist eine enorm vielseitige Protagonistin, die sich über den DualSense-Controller wunderbar leichtfüßig und wendig steuern lässt. Mit R1 führt ihr schnelle Schwertschläge aus, die sich nahtlos zu Kombos verketten lassen. Greift ihr zu Fernkampfwaffen wie Bogen oder Armbrust, spürt ihr beim Abdrücken einen realistischen Widerstand in den adaptiven Triggern. Ein kurzes Antippen der Kreis-Taste reicht für ein flinkes Ausweichmanöver, während ihr mit L1 Angriffe blockt und pariert. Und genau hier werden Souls-Fans hellhörig: Diese Parade ist der absolute Schlüssel zum Überleben.
Der Kampf gegen erste Bestien und einfache, korrumpierte Golems (Menschen, die dem Blight entkommen sind, indem sie ihre Seelen in Maschinen transferiert haben) war noch recht simpel und machte Spaß. Doch mit reinem Button-Mashing auf R1 kommt ihr bei intelligenteren, zäheren oder größeren Gegnern nicht weit. Meine erste Begegnung mit dem kniffligen Boss aus Kapitel eins, einem kolossalen, hirschähnlichen Nishi, war nur ein Vorgeschmack auf das, was noch folgen sollte.
Seine brutalen, unerbittlichen Geweihangriffe erforderten gezielte Paraden, um überhaupt eine Lücke für Gegenangriffe zu schaffen. Im weiteren Spielverlauf verlangen Minibosse und Feinde mit komplexen, unblockbaren Attacken absolut präzise Paraden und Konter von euch. Perfektes Timing ist hier alles.
Die Macht der verdorbenen Natur nutzen
Glücklicherweise hat das vielschichtige Kampfsystem von Beast of Reincarnation noch mehr zu bieten. Ihr könnt Gegner ins Taumeln bringen, indem ihr ihre Haltungsanzeige mit gezielten Angriffen leert, was sie für einen spektakulären Finisher per R1 öffnet. Leichtere Feinde konnte ich zudem mit einem einzigen Schlag ausschalten, indem ich mich leise an sie heranschlich oder aus der Ferne satte Headshots landete. Drückt ihr die Quadrat-Taste, entfesselt Emma außerdem ihre enorm mächtigen „Nushi Skills“- und „Blade Arts“-Kombos.
Der wahre Gamechanger sind jedoch Emmas Blight-Fähigkeiten. Sobald ihr an markierten Punkten R2 drückt, schießt sie wurzelartige Ranken aus ihrem Haar und zieht sich blitzschnell auf höhergelegene Ebenen. Haltet ihr R2 gedrückt, erschafft sie eine temporäre Plattform aus Haaren, und mit der Kreuz-Taste katapultiert sie sich hoch in die Luft.
Diese Vertikalität ist nicht nur extrem nützlich, um im Kampf auf Distanz zu gehen, sondern öffnet auch das Zeitfenster für verheerende Sturzangriffe per R1. Indem ich das Sichtfeld meiner Feinde geschickt ausnutzte, konnte ich so das Blatt gegen ganze Gruppen wenden, was mir in einem besonders harten Kampf gegen einen zähen, mit einer Pike bewaffneten Golem samt seiner kleinen Armee den Sieg einbrachte.
Und dann ist da noch Emmas bester Freund an ihrer Seite …
Ganz ehrlich, Koo ist einfach der allerbeste Hund
Der riesige, wolfsähnliche Koo ist dabei der perfekte Gefährte. Ihr könnt ihm direkte Angriffsbefehle erteilen oder ihn seine mächtigen „Bloom Arts“ entfesseln lassen. Das sind spezielle Attacken, die ihr über ein Taktikmenü mit der Dreieck-Taste auswählt. Trefft ihr bei der anschließenden Tasteneingabe genau das richtige Timing, sind Koos „Bloom Arts“ im Kampf absolut unbezahlbar. Das liegt vor allem an einem cleveren Kreislauf: Die „Fluorescence Points“, die ihr für diese Angriffe braucht, ladet ihr durch erfolgreiche Paraden wieder auf. Kombiniert ihr das Ganze noch mit Emmas „Entanglement Overdrive“ – ausgelöst durch gleichzeitiges Drücken von L3 und R3 –, der die Zeit verlangsamt, wird das Duo zu einer unaufhaltsamen Macht.
Koo ist aber nicht nur im Kampf nützlich: Er führt euch über eine visuelle Pheromon-Spur zielsicher zum nächsten Ziel, schlägt an, wenn er etwas Spannendes entdeckt, und apportiert sogar nützliche Items. Zwar besitzt der Begleiter einen eigenen Lebensbalken, er hält im Gefecht aber ordentlich was aus und kann sich gut behaupten.
Ihr könnt seine Skill-Slots erweitern, indem ihr die Bindung zwischen ihm und Emma stärkt: Streichelt ihn (was durch das haptische Feedback des DualSense-Controllers wunderbar spürbar wird), gebt ihm Leckerlis und wascht ihn im „Cleanse Walker“, Emmas mobiler Basis.
Essen, Systeme und Fertigkeitsbäume
Generell bietet Beast of Reincarnation enorm viel Tiefgang. Ihr könnt unzählige Waffen in der Welt entdecken und aufwerten. Über die motivierenden Skilltrees für Emma und Koo schaltet ihr im Spielverlauf kontinuierlich neue Fähigkeiten frei. Ein besonders cooles Detail: Verschiedene Gegner-Fraktionen gehen direkt aufeinander los, sobald sie sich erblicken, was für herrliches Chaos und spannende taktische Möglichkeiten sorgt. Dazu kommt die mysteriöse Violet, die ausschließlich von Emma wahrgenommen werden kann und direkt fesselnde Fragen zur Story aufwirft.
Ganz zu schweigen davon, wie wichtig Nahrung ist. Emma und Koo regenerieren ihre Lebenspunkte nur dann passiv, wenn ihre Hungeranzeige nicht komplett leer ist. Gleichzeitig gewähren euch Mahlzeiten aber auch starke Buffs auf Werte wie HP, Angriff und Verteidigung – es geht hier also um weit mehr als nur lästige Ressourcenverwaltung. Der Clou: Emmas kleine Adoptivschwester Kagura bereitet aus den Zutaten, die ihr unterwegs sammelt, leckere Gerichte zu.
Je mehr ihr mit ihr interagiert, desto besser wird sie beim Kochen, wodurch ihre Mahlzeiten mit neuen Rezepten immer üppiger und nützlicher werden. Ich konnte im „Cleanse Walker“ sogar Hühner für frische Eier halten und eigenes Getreide anbauen. So hatte Kagura noch mehr Auswahl am Herd, wobei die verschiedenen Pflanzen jeweils eigene Wachstums- und Erntezeiten haben.
Ein bestialischer Kampf
Das Abenteuer von Emma und Koo ist umfangreich, voller Intrigen und emotionaler Story-Momente, die einen wunderbaren Kontrast zu den packenden und fordernden Kämpfen bilden. Wenn ihr also Lust auf die Jagd habt, solltet ihr eure Klingen noch einmal ordentlich wetzen, bevor Beast of Reincarnation am 4. August für PS5 erscheint.








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