Resident Evil Requiem im Test: Das Horror-Highlight für PS5

3 0
Resident Evil Requiem im Test: Das Horror-Highlight für PS5

Survival trifft Action! Erlebt in Resident Evil Requiem den packenden Abschluss der Umbrella-Saga mit Leon S. Kennedy und Grace auf PS5.

Mit Resident Evil Requiem verfolgt Capcom das ambitionierte Vorhaben, die bisherige Hauptstory der Survival-Horror-Spielereihe rund um den zwielichtigen Umbrella-Konzern abzuschließen. Um der durchtriebenen Organisation endgültig das Handwerk zu legen, wird erneut Fanliebling und Serienveteran Leon S. Kennedy ins Rennen geschickt.

Dieser geht anfangs einer mysteriösen Mordserie auf den Grund, die in Verbindung mit einem Dr. Gideon stehen soll. Während Leons Jagd ereignet sich jedoch ein weiterer Biowaffen-Ausbruch. Zudem trifft er auf die junge FBI-Analystin Grace Ashcroft, die ebenfalls in diesem Fall ermittelt – und wir waren für euch auf der PS5 vor Release mittendrin!

Geheimnisse, Nostalgie und schaurig-schöne Überraschungen

Erstmals stoßen unsere beiden RE9-Hauptcharaktere in einem verlassenen Sanatorium aufeinander, in dessen mittlerweile nicht mehr ganz so sauberen Hallen der sinistere Wissenschaftler zweifelhafte Experimente mit dem T-Virus durchgeführt hat. Die überaus blutrünstigen Früchte seiner inhumanen Arbeit stellen sich euch natürlich entgegen.

Nach verschiedenen Irrungen und Wirrungen, inklusive diverser blutiger Kämpfe und verschiedener Rätsel – dazu später mehr – führt euch das Survival-Horror-Abenteuer auch zurück in jene Stadt, in der alles ihren Anfang genommen hat: Raccoon City. Nun, zumindest in das, was von diesem Ort nach knapp 30 Jahren noch übrig geblieben ist.

Was und wer euch dort alles erwartet oder worum es sich bei Elpis handelt, das sowohl mit Leons Infektion als auch mit Grace zusammenzuhängen scheint, möchten wir euch an dieser Stelle nicht verraten. Doch bitte glaubt uns, wenn wir euch sagen: Ihr habt bisher noch gar nichts von Resident Evil Requiem gesehen!

Zwei Gaming-Erlebnisse in einem: Mitreißender Überlebenskampf…

Mit Grace und Leon gehen wir in RE9 also den letzten großen Geheimnissen von Umbrella auf den Grund. Im Laufe der rund zehn Stunden langen Story-Kampagne wechseln wir an vorgegebenen Punkten immer wieder zwischen ihnen hin und her, wobei ihre Abschnitte mal zeitlich parallel, mal zeitlich ein kleines bisschen versetzt zueinander verlaufen.

Jeder Wechsel geht mit einem gravierenden Umschwung einher. Nicht nur hinsichtlich des Spielgefühls, sondern vor allem der Atmosphäre. Resident-Evil-Rookie Grace verfügt kaum über Kampferfahrung. Sie kann zwar mit einer Pistole umgehen, ist in Konfrontationen mit Zombies und anderen Biowaffen aber sichtlich nervös. Da sie körperlich darüber hinaus deutlich schwächer als Leon ist, will jeder direkte Kampf wohl überlegt sein.

Dank vieler kleiner Details, etwa kurzen Selbstgesprächen hier, einem verängstigten Zucken da oder auch einem sichtbaren Zittern beim Zielen mit ihrer Pistole, überträgt sich ihre Unsicherheit in Requiem unweigerlich auch auf uns als Spieler. Da Grace zudem ein sehr kleines Inventar und nur wenige Waffen sowie Ressourcen bei sich tragen kann, ist jeder Abschnitt mit ihr ein unerbittlicher Überlebenskampf  – absolut grandios!

Insbesondere auf den höheren Schwierigkeitsgraden bietet euch das Spiel mit Grace also feinste Survival-Horror-Unterhaltung in bester Resident-Evil-Tradition. Zusätzlich verstärkt wird die Anspannung noch durch die standardmäßig eingestellte Ego-Perspektive.

Und knallharte Action-Achterbahn

Mit dem versierten Leon, der bisher bereits mehrfach mit solchen Krisensituationen zu tun hatte, verhält es sich indes deutlich anders. Er ist die Ruhe selbst und hat sogar in brenzligen Situationen noch einen trockenen Spruch auf den Lippen. Jahrzehnte im Kampf gegen verschiedene Biowaffen haben ihn offensichtlich enorm abgehärtet, auch wenn seine coole Fassade zwischenzeitlich durch seine erlittenen Traumata kleine Risse bekommt.

Da er nicht nur ein größeres, sondern auch ein deutlich durchschlagskräftigeres Waffenarsenal besitzt, liegt der Gameplay-Fokus während der Abschnitte mit Leon deutlich mehr auf krachender Action. Außerdem finden wir mit unserem merklich gealterten Fanliebling viel mehr Munition. Anders als mit Grace müssen wir also nicht zweimal nachdenken, ob wir einen Gegner lediglich verlangsamen oder direkt ausschalten wollen.

Des Weiteren ist die Inszenierung mit Leon sehr viel spektakulärer als mit Grace. In den besten Momenten hat sich Resident Evil Requiem für uns wie ein spielbarer Action-Blockbuster angefühlt. Weil wir Leons Waffen außerdem im Laufe des Spiels upgraden dürfen, war uns in den finalen Spielstunden kaum noch ein Gegner gewachsen.

Falls ihr die Action mit Leon in Resident Evil 4 und Resident Evil 6 mochtet, wird euch die brutale Achterbahnfahrt mit ihm in RE9 definitiv unweigerlich mitreißen!

Altbekannte RE-Stärken

Doch natürlich befördert ihr weder mit Leon permanent Gegner über den virtuellen Jordan noch hamstert ihr mit Grace durchgehend eure kostbaren Vorräte. Mit beiden erledigt ihr abseits davon klassische Resident-Evil-Aufgaben. Ihr müsst viel erforschen und zum Beispiel allerlei Rätsel lösen, Durchgänge freischalten sowie Abkürzungen entdecken. So erschließt ihr euch nach und nach auf angenehm homogene Weise die Spielwelt.

Gerade während der Erkundung des Sanatoriums mit Grace ist übrigens eure Beobachtungsgabe gefragt. Die neuen Zombies haben nämlich noch Teile ihrer alten Persönlichkeit behalten: Einige Patienten etwa sind sehr geräuschempfindlich und Sängerinnen locken mit ihren markerschütternden Schreien Feinde an. Das könnt ihr zu eurem Vorteil nutzen und so die Feinde mitunter gegeneinander ausspielen.

Außerdem können sowohl Grace als auch Leon unterschiedliche Gegenstände craften. Während Grace hierfür Blut nutzt, greift Leon lieber auf Schwarzpulver zurück. Dies fügt Resident Evil Requiem eine weitere taktische Ebene hinzu, immerhin habt ihr gerade mit unserem RE-Neuling nur einen sehr begrenzten Platz in eurem Inventar: Braucht ihr ein Heil-Item oder doch eher Munition? Immer wieder steht ihr vor der Qual der Wahl.

In dieser Hinsicht präsentiert sich Resident Evil Requiem sehr klassisch und bietet all jene Gameplay-Facetten, die Fans der Survival-Horror-Saga seit jeher lieben und schätzen.

Requiem für die Toten, Albtraum für die Lebenden

Was uns darüber hinaus nachhaltig am nunmehr neunten Hauptteil der RE-Reihe beeindruckt hat, ist die große Detailverliebtheit. Die Lichtstimmung, insbesondere in den Bereichen des Sanatoriums, ist schaurig schön. Das Licht-Schatten-Spiel ist meisterhaft. Zudem tragen Grace und Leon Kratzer und Schrammen davon, während ihre Kleidung mit Blut und Dreck beschmiert wird. Es ist ersichtlich, dass beide viel durchmachen müssen.

RE9 vereint die beiden prägenden Gameplay-Ausrichtungen des Franchise auf selbstbewusste Weise. Mit der unerfahrenen Grace fühlen wir uns den angsteinflößenden Ereignissen direkt unmittelbar ausgeliefert, während wir uns mit dem abgehärteten Leon gleich viel sicherer fühlen. Es sind zwei auf den ersten Blick sehr unterschiedliche Facetten des Survival-Horror-Genres, die in diesem Fall wunderbar miteinander harmonieren.

Kurzum: Resident Evil Requiem ist nicht nur ein weiterer Höhepunkt in der legendären Spielereihe, sondern mit seinem süchtig machenden Horror-Action-Mix auch ein erster heißer Anwärter auf den Titel „Spiel des Jahres 2026“!

△○✕☐

Verpasst keine News mehr: Folgt dem PlayStation Blog jetzt auf Google News!

Folgen

Nimm an der Konversation teil

Einen Kommentar hinzufügen

Sei kein Idiot!

Bitte sei freundlich, rücksichtsvoll und konstruktiv. Unangemessene Kommentare an PlayStationBlogModeration@sony.com melden

3 Kommentare


    Loading More Comments

    Schreibe einen Kommentar

    Bitte gib dein Geburtsdatum ein.

    Date of birth fields