
Samurai trifft Ninja! Erfahrt in unserem Nioh 3 Test alles zum neuen Stilwechsel, dem harten Kampfsystem und den Tipps für den PS5-Hit.
Mit Nioh 3 ist endlich eines der meisterwarteten Soulslike-Abenteuer des noch jungen Spielejahres erschienen und das auf Konsolen sogar exklusiv für die PlayStation 5! Entwicklerstudio Team Ninja baut dabei natürlich auf dem bekannten Konzept der erfolgreichen Vorgänger auf und erweitert dies um ein paar spannende neue Ideen.
Wir haben uns für euch auf der PS5 ins von finsteren Dämonen überrannte feudale Japan gewagt. Was wir dort alles erlebt haben, welche Neuerungen das fordernde Action-RPG bietet und welche nützlichen Tipps euch das Spiel womöglich nicht verrät: All das und noch mehr verraten wir euch in unserem ausführlichen Erfahrungsbericht!
Flieg durch die Zeit
Doch zunächst ein paar kurze Worte zur Geschichte: Ihr schlüpft in Nioh 3 in die Rolle eines selbst erstellten Charakters und seht euch nach einem kurzen Tutorial bereits einer Horde angriffslustiger Dämonen gegenüber. Als wäre das noch nicht genug, wird es kurz danach noch verrückter, denn plötzlich findet ihr euch in der Vergangenheit wieder.
Eure Aufgabe ist es nun, in vier unterschiedlichen Epochen die dunklen Mächte zurückzuschlagen. Dabei könnt ihr auf unterschiedliche Waffen, Ausrüstungsgegenstände sowie allerlei übernatürliche Spezialfähigkeiten zurückgreifen. Wie das Abenteuer letztendlich ausgeht, verraten wir euch an dieser Stelle selbstverständlich nicht.
Die neuen (Ninja-)Tricks eines Samurai
Zwei Spielfiguren: Die größte Neuerung von Nioh 3 ist der Stilwechsel, den ihr mit einem Druck auf die R2-Taste eures DualSense-Controllers auslöst. So erhaltet ihr ganz bequem Zugriff auf eine komplett andere Version eurer Spielfigur: Von eurem eher behäbigen, dafür starken Samurai wechselt ihr so blitzschnell zu einem flinken und listigen Ninja.
Stilwechsel als Konter: Darüber hinaus erfüllt der Stilwechsel noch einen weiteren Zweck im Soulslike. Rot glühende Angriffe der Gegner könnt ihr mittels R2 nämlich auch per Wutbrecher kontern und der Ki-Anzeige beziehungsweise der „Ausdauer“ eures Kontrahenten enormen Schaden zufügen, um euch so einen Vorteil zu verschaffen. Diese Mechanik solltet ihr schnellstmöglich meistern, um Bossgegner in die Knie zu zwingen.
Feuerball-Jutsu: Spielt ihr als Ninja, erhaltet ihr in Nioh 3 des Weiteren Zugriff auf Ninjutsu. Hierbei handelt es sich um Zauber, mit denen ihr etwa Feuer auf eure Gegner schießen oder euch blitzschnell bewegen könnt. Über einen Skilltree schaltet ihr diese Fähigkeiten frei, von denen ihr immer maximal drei gleichzeitig ausrüsten könnt.
Der Samurai kann derweil, wie in den beiden vorherigen Nioh-Games, auf drei Haltungen zurückgreifen: Hoch, mittel und tief:
- Hohe Haltung: Eure Angriffe sind zwar ziemlich langsam, haben dafür jedoch ordentlich Wucht
- Mittlere Haltung: Dies ist gewissermaßen eure Grundhaltung, die euch einen guten Mix aus Angriff und Verteidigung gewährt
- Niedrige Haltung: Hier entfesselt ihr sehr schnelle Angriffe
Größeres Waffenarsenal: Darüber hinaus ist es neu, dass jede Version eurer Spielfigur eine eigene Ausrüstung hat. Das bedeutet Zugriff auf eigene Rüstungsteile und Waffen. Der wuchtige Samurai kann zum Beispiel aus Schwertern, Doppelschwertern, Speeren und Äxten auswählen. Die Waffen richten mehr Schaden an als ihre Ninja-Gegenstücke.
Als Ninja könnt ihr derweil bedeutend schnellere Waffen einsetzen. Hierzu zählen kleinere Doppelschwerter, Ninja-Schwerter, Kusarigama, Tonfa sowie Klauen-Waffen. Falls ihr in einem kleinen Zeitfenster viel Schaden verursachen möchtet, fahrt ihr hiermit goldrichtig.
Darüber hinaus kommt jeder Waffentyp mit einem eigenen Skilltree daher. Hierüber schaltet ihr beispielsweise neue Kombos oder auch passive Fähigkeiten frei. Idealerweise nutzt ihr mit einem Ninja-Waffentyp Skills, die euch eine Samurai-Waffe nicht bietet. So könnt ihr euch an unterschiedliche Spielsituationen in Nioh 3 schnell anpassen.
Brandneue Skills: „Skills“ ist dabei ein ausgezeichnetes Stichwort, denn hierzu hat Team Ninja ein brandneues System in seinem düsteren Soulslike eingeführt. Ihr könnt in der Spielwelt nun Texte finden, mit denen ihr an Schreinen neue Skills freischalten dürft. Hierbei handelt es sich um allerlei passive Boni, die euch Vorteile verschaffen.
Eingeteilt sind diese Boni übrigens in drei Kategorien. Gewöhnliche Skills sind immer aktiv, während Ninja- und Samurai-Skills an die jeweilige Form gebunden sind. Darüber hinaus gibt es ein Punktelimit, wie viele Skills pro Kategorie gleichzeitig aktiv sein können.
Offene(re) Spielwelt
Nun widmen wir uns der Spielwelt von Nioh 3, die etwas anders strukturiert ist als noch in den beiden Vorgängern. Diesmal gewährt euch Team Ninja nämlich mehr Freiheiten und wirft euch in deutlich größere Maps, deren Areale ihr frei erkunden könnt. Hier erwartet euch zwar keine richtige Open-World, doch euer Entdeckerdrang wird dennoch geweckt.
Gegnerische Basen: Selbstverständlich warten in den unterschiedlichen Arealen auch allerlei Beschäftigungsmöglichkeiten auf euch. Hierzu zählen zum Beispiel feindliche Basen. In diesen müsst ihr eine vorgegebene Gegneranzahl besiegen. Seid ihr erfolgreich, erhaltet ihr massig unterschiedlichen Loot als Belohnung für eure Mühe.
Fegefeuer: Das Fegefeuer könnt ihr euch als dämonische Parallelwelt vorstellen, in der mächtige Yokai ihr Unwesen treiben. In der Spielwelt könnt ihr zudem über verschiedene „Auswüchse“ des Fegefeuers finden. Hier erwarten euch in der Regel mehrere Feinde, die ihr erst besiegen müsst, ehe ihr die Fegefeuer-Ausläufer vernichten könnt.
Naturgeister: Wenn ihr die Augen offen haltet, könnt ihr in der Nioh-3-Spielwelt übrigens auch einige euch freundlich gesinnte Geister und Monster treffen. Diese wollen von euch zum nächsten Schrein geführt werden oder weisen euch wiederum den Weg zu Loot. Neben Loot gewährt euch dies übrigens auch nützliche Boni, etwa zu euren Heiltränken.
Überlebenschancen erhöhen: Je aufmerksamer ihr ein Areal durchsucht, desto höher fällt am Ende dessen Erkundungsstufe aus. Als groben Richtwert solltet ihr hier das Level 4 anpeilen. Dieses hat während unserer Zeit mit Nioh 3 ausgereicht, um nicht mit einer zu niedrigen Charakterstufe ins nächste größere Areal zu stolpern.
Bossgegner & Online-Multiplayer
Mächtige Bossgegner: Eure Fähigkeiten werden in Nioh 3 natürlich insbesondere in den Kämpfen gegen die einmal mehr fordernden Bossgegner ordentlich auf die Probe gestellt. Insbesondere im späteren Spielverlauf machen diese Monster kurzen Prozess mit euch, wenn ihr zentrale Spielmechaniken wie den Wutbrecher nicht gemeistert habt.
Dafür fühlen sich die Siege gegen diese im ersten Moment oftmals unüberwindbar erscheinenden Kontrahenten am Ende, in bester Soulslike-Manier, umso süßer an!
Gemeinsam statt allein: Falls ihr an einer Stelle, etwa einem besonders knackigen Bossgegner, mal nicht weiterkommen solltet, könnt ihr euch glücklicherweise Hilfe dazu holen. An Schreinen könnt ihr eine Opfergabe darbringen, um bis zu zwei menschliche Mitspieler herbeizurufen, die euch idealerweise bis zum Ende eines Levels begleiten.
Alternativ könnt ihr bei blau glühenden Schwertern in eurer Umgebung auch einen mächtigen NPC als Unterstützung heraufbeschwören.
Nützliche versteckte Tipps
Abschließend möchten wir noch auf ein paar Einstellungsmöglichkeiten eingehen, die in Nioh 3 gut versteckt in einigen Untermenüs lauern. Diese können euch den Spielablauf mitunter deutlich erleichtern, weshalb wir euch ein paar unserer Favoriten vorstellen wollen.
Auto-Loot: Ganz auf Seite sechs des Spieleinstellungen-Menüs könnt ihr einstellen, was mit einem Teil eures gesammelten Loots passieren soll. Da euch Nioh 3 regelrecht mit Loot überschüttet, könnt ihr hier einstellen, was direkt automatisch entsorgt werden soll.
Auto-Aufheben: Passend hierzu könnt ihr im Spieleinstellungen-Menü ebenfalls einstellen, dass frischer Loot von eurem Charakter automatisch aufgenommen wird. Da ihr im Laufe des Soulslike-Abenteuers über sehr viel Loot stolpern werdet, ist dies eine angenehme Hilfe.
Kein Auto-Wechsel: Abhängig von eurem aktuellen Gegner kann es auch Nachteile haben, mittels eines Wutbrechers direkt vom Samurai zum Ninja (oder andersherum) zu wechseln. Zum Glück könnt ihr diese Option im Menü deaktivieren. Falls ihr dies tut, müsst ihr fortan die R2-Taste nicht mehr antippen, sondern kurz gedrückt halten, um die Klasse zu wechseln.
Falls ihr in Nioh 3 einmal reinschnuppern möchtet, könnt ihr euch im PlayStation Store übrigens eine umfangreiche Demo-Version herunterladen. Euren darin erspielten Fortschritt dürft ihr anschließend sogar ins Hauptspiel übertragen.
Jetzt seid ihr dran: Habt ihr Nioh 3 bereits gespielt oder möchtet ihr das fordernde Soulslike-Abenteuer unbedingt bald in Angriff nehmen? Verratet es uns gerne wie gewohnt unten in den Kommentaren!
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