Resident Evil Requiem angespielt: Das erwartet euch in RE9 mit Leon & Grace

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Resident Evil Requiem angespielt: Das erwartet euch in RE9 mit Leon & Grace

Alles zu Leons Kämpfen, Graces Ego-Perspektive und dem neuen Crafting.

Während unser Wagen im strömenden Regen vorfährt, ragt das große Gebäude vor uns noch einschüchternder hinauf. Eine freundliche Dame empfängt uns am Tor und führt uns durch spärlich beleuchtete Gänge, ehe sie dem Doktor über unsere Ankunft informiert.

Das hätte sie rückblickend jedoch lieber nicht getan, denn der Halbgott in Weiß hatte nicht sein Stethoskop, sondern eine Kettensäge griffbereit! Mit diesem sehr blutigen Empfang begann unsere Zeit mit einer PS5-Preview-Version von Resident Evil Requiem.

„Ich hole lieber eine zweite Meinung ein“

Unser Weg hat uns, in der Rolle von RE-Veteran Leon S. Kennedy, ins Rhodes Hill Chronic Care Center geführt. Hierbei handelt es sich um ein einstiges Sanatorium, in dem doch noch mehr Leben steckt als gedacht. Dort wollte unser Spezialagent einem gewissen Dr. Victor Gideon auf den Zahn fühlen, der Verbindungen zu Umbrella zu haben scheint.

Resident Evil Requiem angespielt: Das erwartet euch in RE9 mit Leon & Grace

Blöd nur, dass der Doktor noch keine Sprechstunde hatte und uns stattdessen mit einigen seiner untoten Kollegen vertröstet hat. Mit besagter Kettensäge bewaffnet, ist einer von ihnen direkt auf uns losgegangen und hat versucht, Leon zweizuteilen. Zum Glück kann er, wie im Remake von Resident Evil 4, feindliche Angriffe mit dem richtigen Timing parieren.

Diesmal jedoch nicht mehr mit einem Kampfmesser, sondern mit einer kleinen Axt. Diese muss Leon übrigens immer wieder schärfen, damit sie zuverlässig sowohl in der Offensive als auch der Defensive funktioniert. Dank Leons noch immer hervorragenden Nahkampfskills und seiner Waffen konnten wir den Angriff letztendlich heile überstehen.

Auf die Perspektive kommt es an

Nach dieser Adrenalin treibenden Erfahrung läuft Leon einer verängstigten jungen Frau über den Weg, die vor einem gefährlichen Monster flüchtet. Hierbei handelt es sich natürlich um Grace Ashcroft, die andere Hauptfigur von Resident Evil Requiem! Kurz darauf werden beide getrennt und wir haben fortan als Grace weitergespielt.

Was direkt aufgefallen ist: Während Leon standardmäßig in der Third-Person-Perspektive gesteuert wird, ähnlich wie in RE4 und RE6, wechselt die Kamera mit Grace in die Ego-Perspektive. Ein wirklich toller Kniff, denn mit Leon ist Übersicht inmitten der Action Gold wert, während Graces Angst in der Ego-Ansicht noch besser auf uns überspringt. Natürlich könnt ihr die Kameraperspektive im Menü für beide RE9-Charaktere ändern.

So sind wir also mit Grace losgezogen, um einen Weg aus dem Sanatorium zu finden. Hierfür sollten wir uns in verschiedenen Bereichen umschauen, zu denen wir uns zunächst mittels Schlüsselkarten Zutritt verschaffen mussten. Um den Abschnitt schließlich erfolgreich zu beenden, benötigten wir indes drei spezielle Schlüsselgegenstände.

„Du kannst das… oh shit!“

Sobald wir als Grace in Resident Evil Requiem losgezogen sind, hat sich die Atmosphäre merklich verändert. Direkt hat uns ein ungutes Gefühl gepackt, da Grace weder so kampferprobt noch so gut ausgestattet ist wie Leon. Jeder Schuss aus einer Waffe, die wir finden, und der Einsatz jedes Heilitems möchte deshalb wohl überlegt sein.

Mit Grace liegt der spielerische Schwerpunkt also nicht auf temporeicher Action, sondern auf mitreißendem Survival-Horror. Nachdem wir die erste Schlüsselkarte gefunden hatten, haben wir uns in einem neuen Bereich umgeschaut, wo natürlich verschiedene Gegner bereits auf uns gewartet hatten. Da wir noch keine Waffen hatten, mussten wir schleichen.

Hierfür mussten wir die Deckung in den vor uns liegenden Räumen nutzen, um ungesehen hindurch zu huschen. Doch selbst als wir wenig später eine Pistole gefunden hatten, haben wir schnell gemerkt, dass der Kampf mit Grace nicht unsere erste Option sein sollte. Deutlich sinnvoller war es, Gegner ins Straucheln zu bringen und dann zu fliehen.

„Licht aus…!“

Apropos Gegner: Die Feinde, die uns während unserer drei Stunden mit Resident Evil Requiem begegnet sind, haben auf den ersten Blick sehr an die Ganados beziehungsweise Majini, also die Standardgegner in RE4/RE5, erinnert: Sie konnten nicht nur langsam gehen, sondern auch recht flott laufen und Waffen einsetzen.

Allerdings gibt es einen entscheidenden Unterschied zu den Gegnern in RE9: Diese besitzen noch einen Teil ihrer alten Persönlichkeit. Der just erwähnte Fleischer kocht weiter, eine infizierte Reinigungsfrau putzt weiter Spiegel und ein anderer Gegner hat immer wieder das Licht in seiner Umgebung ausgeschaltet.

Wenn ihr ruhig bleibt und die normalen Gegner in Requiem beobachtet, könnt ihr deren Verhaltensweisen analysieren und diese gegen sie verwenden. Dies eröffnet letztendlich ganz neue Möglichkeiten, um sich einen taktischen Vorteil zu verschaffen. Insbesondere in den Abschnitten mit der ängstlichen Grace dürfte dies enorm nützlich sein.

Neue Spielzeuge und überarbeitetes Crafting

Apropos neue Möglichkeiten: Das Entwicklerteam von Capcom hat für den neunten Hauptteil der Resident-Evil-Reihe das Crafting-System überarbeitet. Mit Grace haben wir ein Gerät gefunden, mit dem wir infiziertes Blut einsammeln und analysieren konnten. Durch die Analyse haben wir Zugriff auf neue „Baupläne“ erhalten.

Dank dieser Baupläne konnten wir eingesammeltes Blut mit anderen Rohstoffen kombinieren, um zum Beispiel Munition für unsere Pistole herzustellen. Alternativ konnten wir ebenfalls einen Injektor zusammenbasteln, mit dem wir einen unachtsamen Gegner direkt unschädlich machen konnten – indem wir ihn blutig explodieren ließen.

Das war besonders im späteren Verlauf des Abschnitts mit Grace nützlich, denn ähnlich wie die Ganados und Majini können auch die Gegner in Resident Evil Requiem mutieren. So verwandeln sie sich in Blister Heads, die nicht nur deutlich schneller und aggressiver agieren als normale Feinde, sondern auch deutlich mehr Kugeln aushalten.

Detailliertes Horror-Abenteuer

Kurz vor dem Ende des Preview-Events haben wir noch einmal zurück zu Leon gewechselt. Mit ihm durften wir einen Bosskampf gegen einen sehr großen und widerstandsfähigen Gegner austragen. Glücklicherweise haben wir in diesem Areal eine Schrotflinte gefunden, mit dem wir den Bossgegner gut in Schach halten konnten.

Generell haben sich die Feuergefechte mit Leon in Resident Evil Requiem einfach fantastisch angefühlt. Seine Schusswaffen, von kleinen Pistolen über die Flinte bis hin zu einer großen Magnum, hatten ordentlich Wumms. Zu sehen, wie die Gegner von der Wucht der Treffer zurückweichen, hat sich jedes Mal wieder richtig gut angefühlt.

Während der Action kamen übrigens auch die Unterschiede zwischen Leon und Grace sehr gut zur Geltung. Während Leon nach all seinen Abenteuern die Ruhe selbst ist, zittert Grace. wenn sie eine Waffe auf einen Gegner richtet. Auch ihre Atmung ist deutlich hektischer als die von Leon. Es sind kleine Details, die enorm zur Atmosphäre beitragen.

Selbiges gilt für die schaurig schönen Umgebungen, die wir in RE9 erkunden konnten. Seien es Kratzer an den Wänden, Blut am Boden oder zerstörte Gegenstände: Alles wirkte wie aus einem Guss und hat uns noch tiefer ins Spiel hineingezogen. Die dichte Soundkulisse und der gekonnte Einsatz von Licht und Schatten haben dies noch verstärkt.

Fazit

Unsere Zeit mit Resident Evil Requiem ist erneut wie im Fluge vergangen und wir hatten nicht nur eine überaus intensive, sondern auch eine richtig gute Zeit mit dem Survival-Horror-Abenteuer. Hierfür verantwortlich ist in erster Linie die einmal mehr ungemein packende Atmosphäre des Spiels, gerade während unserer Zeit mit Grace.

Die Abschnitte mit Leon bildeten hierzu einen krassen Gegenentwurf und fühlten sich beinahe so an, als hätten wir zwei Spiele auf einmal gespielt. Gerade diese Wechsel haben uns jedoch ausgesprochen gut gefallen, da sich so die während des definitiv süchtig machenden Horrors aufgebaute Anspannung in intensiven Action-Höhepunkten entlädt.

Wir können es kaum erwarten, allen Geheimnissen auf den Grund zu gehen, die Resident Evil Requiem zu bieten hat. Und wir sind uns bereits jetzt sicher: Hier erwartet uns ein heißer Anwärter für das beste Spiel des Jahres 2026!

Jetzt seid ihr dran: Freut ihr euch bereits darauf, in Resident Evil Requiem mit Leon und Grace loszuziehen? Verratet es uns unbedingt unten in den Kommentaren!

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