Like a Dragon: Infinite Wealth angespielt: ein lohnender Urlaub

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Like a Dragon: Infinite Wealth angespielt: ein lohnender Urlaub

Ein Sprung nach Hawaii bietet jede Menge Charme, Häkchen auf der Bucketlist, einen Bau-Simulator und vieles mehr.

Es ist keine Untertreibung, wenn ich sage, dass Yakuza eine Reihe ist, die sich immer lohnt. Jeder Teil der Reihe bis zu Yakuza: Like a Dragon im Jahr 2020 hatte etwas komplett Neues und Spielveränderndes zu bieten – neben den immer wieder erfüllenden Erweiterungen und der sich ständig erweiternden Story der Hauptcharaktere Kazuma Kiryu und Ichiban Kasuga.

Nachdem ich Like a Dragon: Infinite Wealth anspielen konnte, kann ich voller Freude berichten, dass dies hier noch mal ein ganz neues Level erreicht. Für Yakuza-Fans gibt es hier fast zu viel, sowohl Neues als auch Altes, in das sie sich voller Genuss verbeißen können. Dieser Neuzugang zur Reihe bietet eine Mischung aus den ursprünglichen Beat-‘em-up-Elementen der Reihe und dem aktuellen rundenbasierten RPG-Stil, einem Inselbau-Modus und sogar noch mehr Charme als bisher.

Mit all dem und noch viel mehr habe ich den Eindruck, dass der Titel Infinite Wealth vielleicht genau das beschreibt, was das Spiel auf Dauer zu bieten hat – unendlichen Reichtum. Lest weiter, denn es gibt noch ein paar Highlights aus meiner Gaming-Session.

Macht eure Laufschuhe (und Segways) bereit

Like a Dragon: Infinite Wealth ist der erste Titel der Yakuza-Reihe, in der unsere Lieblingsgang Japan verlässt und sich in ein neues Gebiet wagt. Kasugas und Kiryus Missionen führen sie an einen neuen Schauplatz: Honolulu, Hawaii, wo sie entscheiden, zusammenzuarbeiten.

Dieser Ort bietet nicht nur viele neue Sehenswürdigkeiten, Geräusche, Verbündete und Gegner, er stellt auch die bisher größte Karte in der Yakuza-Spielereihe dar. Sie ist so groß, dass ich in meinen gespielten Stunden nicht mal die Hälfte der Karte erkunden konnte. Und nirgendwo ist tote Hose. Gegner, Missionen, Aktivitäten und lebensechte Charaktere warten an jeder Ecke. Ihr müsst euch nur entscheiden, wo ihr anfangen wollt.

Euer freundlicher Ex-Yakuza aus der Nachbarschaft

Persönlichkeitspunkte sind nichts Neues für Like a Dragon, aber Infinite Wealth bietet Kasuga eine neue Möglichkeit, im Rang aufzusteigen. Als freundlicher und aufgeschlossener Tourist könnt ihr Freundschaft mit der Bevölkerung von Honolulu schließen und dabei eure Persönlichkeit hochstufen.

Dazu reicht ein einfaches Hallo. Indem ihr die Quadrat-Taste drückt, wenn ihr an speziell markierten NPCs vorbeikommt, äußert Kasuga ein einladendes Hallo und erhält eine Antwort. Manchmal schalten diese Begrüßungen sogar eine kleine Aufgabe frei, wie zum Beispiel einem Kind einen Hotdog zu kaufen, wodurch Kasugas Persönlichkeit stärker steigt. Diese Erhöhungen schalten zusätzliche Fähigkeiten frei wie weitere Fertigkeitsplätze, besseren Widerstand gegen Statusbeeinträchtigungen, bessere Heilung und mehr Mut. Außerdem ist es einfach schön, aus Kasuga einen noch netteren Kerl zu machen, als er ohnehin schon ist.

Tourismus-Profis

Das Dasein als guter Tourist besteht aber nicht nur daraus, Passanten zu grüßen. Kasuga und Co. stoßen früher oder später auf eine Tourismusfirma namens Alo Happy Tours. Sie hat sich auf japanische Touristen auf Hawaii spezialisiert und bietet euch gegen Entlohnung Aktivitäten wie Surfen, Yoga und Feuertänze an. Diese Urlaubszeitvertreibe dienen aber nicht nur dem Vergnügen.

Jede neue Fertigkeit, die ihr euch über Happy Tours aneignet, schaltet einen neuen Job und einen neuen Kampfstil für die Gruppe frei. Das Erlernen des Feuertanzes beispielsweise schaltet einen Stil mit Offensivmagie frei, die Betätigung als Host gibt euch Zugriff auf einen Job mit Unterstützungs-Buffs und ein frischgebackenes Popidol kann Verbündete heilen und von Statusleiden befreien. Und es gibt beinahe endlos viele Aktivitäten und Stile zu erlernen! Ganz zu schweigen von der Unmenge an Gruppen-Kombos, die man sich einfallen lassen kann. Die Möglichkeiten sind einfach unendlich.

Alte Wünsche erfüllen

Kasuga ist aber nicht der Einzige, der Fähigkeiten jetzt noch auf andere Weise als durch Kämpfen oder die üblichen Aktivitäten freischalten kann. Kiryus neue Erkrankung und seine Entscheidung, sich nicht behandeln zu lassen, lassen seine Lebensuhr ticken. Mit seinen neuen Freunden Seong-Hui und Yu Nanba beschließt er, die ihm bleibende Zeit nicht zu vergeuden und eine Bucketlist anzugehen, bevor es zu spät ist.

Diese Bucketlist ist nicht nur Teil der Geschichte, sondern auch eine Gameplay-Mechanik. Indem er Vorhaben auf dieser Bucketlist in die Tat umsetzt, kann Kiryu seine Seele (Kampfstil Brawler [Schläger]), seine Technik (Kampfstil Rush [Ansturm]) und seinen Körper (Kampfstil Beast [Bestie]) erwecken. Ob es ein simpler Angelausflug ist oder das Verzehren eines Gerichts oder einer Süßigkeit, die Kiryu schon immer probieren wollte – Kiryus Stärke wächst, indem er das Leben voll auskostet. Als er über all das sprach, was er schon immer einmal tun wollte, doch wovon ihn bisher die Angst und das Bedürfnis abhielten, vor den Menschen in seinem Umfeld eine coole Fassade zu bewahren, stiegen mir sogar die Tränen in die Augen.

Ein Spiel im Spiel

Zum Abrunden meiner Anspiel-Session mit Like a Dragon: Infinite Wealth stattete ich der Insel Dondoko einen Besuch ab, die sich am besten als komplett anderes Spiel innerhalb von Infinite Wealth beschreiben lässt. In diesem Untersegment des Spiels kümmert sich Kasuga um den Aufbau und die Gestaltung einer Insel, die in Vergessenheit zu geraten droht. Da er so ein netter Kerl ist, nimmt er die Sache selbst in die Hand und hilft dem Besitzer, Müll wegzuräumen, neue Attraktionen zu bauen und so Besucher und das Leben zurück nach Dondoko zu holen.

Wenn ihr schon mal einen Bau-Simulator gespielt habt, wisst ihr ja, was euch hier erwartet. Schon beim Start des Modus war ich total begeistert. Rumzulaufen und die Insel in meinem Stil zu dekorieren, Vorräte zu sammeln, um neue Items herzustellen, Fische und Käfer zu fangen und Gegner abzuwehren – das waren einige der spannendsten Elemente, die mir bisher in Infinite Wealth begegnet sind. Und die Tatsache, dass wir die Inseln anderer Spieler besuchen können, macht die ganze Sache noch aufregender. Ich habe nur Angst, dass dieser Modus für mich so wichtig werden könnte, dass ich die Rollenspielseite des Spiels vernachlässige. Als ich mit dieser Gameplay-Sitzung angefangen habe, erwartete ich die übliche Menge an Spaß und Inhalten, die wir aus der Yakuza-Reihe gewöhnt sind. Ich bekam ein Spiel mit so viel Spannung und Freude, dass ich vermutlich nur noch das spielen werden, wenn es am 26. Januar 2024 für PS5 erscheint.

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