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Dreams: Tipps und Tricks zum Erschaffen von Träumen

So erstellt ihr Musik und Unterwasserwelten im Spiel

Das Musikvideo zu „Someone in the Dark ft. SERA“, dem Song der Musikerin LOVRA, wurde von zwei Dreams-Veteranen im Spiel erstellt. Dafür hatten sie kaum Vorgaben – lediglich der Originalsong und die Ideen der Künstlerin flossen in das Resultat ein. Dreams-Creator bigsurf77 hat sich dabei um die musikalische Umsetzung gekümmert. In stundenlanger Arbeit hat er alle Instrumente, sowie mögliche Tonationen herausgehört und schließlich in Dreams nachgebaut. Auch in LOVRAs Augen eine unglaubliche Leistung. Träumer marcilein98 hat die Wünsche der Künstlerin visuell umgesetzt und die Welt im Video erschaffen.

Lasst euch von den beiden Dreams-Creatoren inspirieren und holt euch hier ein paar Tipps und Tricks ab, um selbst ein Meisterwerk in Dreams zu erschaffen.

Aller Anfang ist leicht

Die ersten Schritte klingen wirklich einfach: Ihr wählt in den Spieleinstellungen den Musik-Modus aus und schaut euch die noch leere Zeitachse an. In wenigen Stunden werden hier zahlreiche Instrumente, Markierungen und Co. die Seite füllen. L1+ X und L1+ Viereck geben euch die Möglichkeit, die Musikzeitachse in den ersten Schritten anzupassen. Probiert euch hier doch einfach mal ein bisschen durch, um ein Gefühl für das Programm zu bekommen.

Habt ihr dort ein wenig herumgespielt, im wahrsten Sinne des Wortes, könnt ihr euch an die ersten Instrumente machen. Musikkenner wissen: Der Bass ist die Basis von fast allem. Also wählt ihn doch einfach im Sound-Modus aus, damit kann man nichts falsch machen. Auf dieses Grundgerüst lässt sich nun wunderbar aufbauen. In der Notenansicht (L1+X) platziert ihr dann die einzelnen Noten, um eine Melodie zu erzeugen. Jetzt könnt ihr sie noch lang ziehen, verkürzen oder duplizieren – eben so lange, bis euch das Endresultat gefällt.

Für mehr Abwechslung sorgt ein zweites Instrument. Am einfachsten ist es, wenn ihr den Bass dupliziert, da sich so auch eure ganzen Noten kopieren und ihr euch die Arbeit ein wenig erspart, hier erneut Hand anzulegen. Jetzt stempelt ihr einfach das Instrument eurer Wahl drüber – simpel, oder? In der Kategorie „Soundeffekte” findet ihr außerdem die Möglichkeit, eine Verzerrung, Hall oder andere professionell klingende Veränderungen einzufügen. Note für Note.

Wer etwas tiefer eintauchen möchte, schaut sich die Kategorie „Sensoren und Eingabe” an. Hier lassen sich Signale mit Tonhöhen verbinden, die sich dann auf Knopfdruck automatisch verändern. Da sich die Signalsensoren auf alles anschließen lassen, können auch Stereobreite und Lautstärke damit justiert werden. Auch euer Controller lässt sich damit anschließen, um eine Art Fernsteuerungs-Modus zu aktivieren. Könnt ihr euch nicht vorstellen? Probiert es doch einfach mal aus!

Optische Anpassungen

Nach unzähligen Stunden steht euer musikalisches Meisterwerk? Super! Wenn es doch bloß eine Möglichkeit gäbe, das Ganze auch optisch zu einem Highlight zu machen …

… da hätten wir doch glatt vergessen, dass wir uns in Dreams befinden (und nicht in einem herkömmlichen Musik-Tool)! Wenn ihr in den Einstellungen die Option „Ausgänge” auswählt und dann zu „Wird abgespielt” switched, könnt ihr jeder Melodie einen Effekt verpassen. Ihr weist quasi jeder Note oder jedem Teilstück eine optische Darstellung zu, die immer genau so abgespielt wird. Die Möglichkeiten sind schier endlos.

Eine Unterwasserwelt leicht gemacht

Während sich bigsurf77 um die musikalischen Dinge im LOVRA-Musikvideo gekümmert hat, durfte sich marcilein98 visuell verwirklichen. Seine Komposition geht weit über Effekte im Musiktool heraus. Wollt ihr euch von dem jungen Träumer inspirieren lassen und selbst eine Meereswelt kreieren, müsst ihr zur visuellen Darstellung wechseln und in den Einstellungen “Sonne & Himmel” anwählen.

Hier bekommt ihr die Möglichkeit, für unterschiedliche Lichtstimmungen zu sorgen und die Intensität einzustellen. Die Abendsonne erscheint beispielsweise in starken, warmen Farben, unter Wasser schimmert das Sonnenlicht hingegen Blau. Überlegt euch einfach zu Beginn in Ruhe, wie und wo das Licht auf Objekte fallen soll, um es so realitätsgetreu wie möglich zu erschaffen.

Mit Stärkereglern wie “Tönungsintensität” und “Fleckschattierung” lassen sich im Handumdrehen eigene Sphären schaffen. Insider-Trick: Mit der Nebel-Reichweite kann sogar das Farbspektrum eingestellt werden. Im Video-Beispiel wird es auf 300 gesetzt, da Meereslebewesen ein viel stärkeres Spektrum als wir wahrnehmen.

Um das Lichtspiel einer Wasseroberfläche einzufangen, formt ihr im Modellier-Modus eine flache Oberfläche und setzt Tönungsintensität, sowie die Leuchtkraft hoch. Schon bricht das Licht auf eurem Wasser. Im “Stil-Modus” wählt ihr dann noch eure Lieblingselemente aus, um das Wasser nach und nach zum Bewegen zu bringen.

Expertentipp: Kümmert euch zuerst um den Schattenwurf, bevor ihr Oberflächenbeschaffenheiten justiert, da die Arbeit sonst für die Katz war und alles in Dunkelheit gehüllt wird.

TITLETITLE

Umgebungen und Steine erschaffen

Unter Wasser gibt es neben den bereits gebastelten Sonnenstrahlen auch jede Menge Steine zu entdecken. Dazu bleiben wir farblich eher im gedeckten Spektrum. Indem ihr mehrere Farben in ein sogenanntes “Gemischt-Feld” zieht, könnt ihr sie miteinander verbinden und so immerhin ein bisschen Variation erzeugen.

Den im “Stempel-Modus” erzeugten und dann mit der Hand verformten Stein, färbt ihr damit einfach ein. Der “Schmier-Modus” hilft euch dabei, Krater und andere Unregelmäßigkeiten zu erschaffen. Ein paar Risse hier, ein paar Spalten dort und schon sieht das doch tatsächlich nach einem echten Stein aus!

Wir wollen ehrlich mit euch sein: An so einem Felsbrocken könnt ihr mit genügend Feintuning und Perfektionismus viele Stunden sitzen. Aber hey – dann ist es bestimmt der schönste Stein, der jemals nicht existiert hat!

Um den Anschein zu erzeugen, dass hinter euren Steinchen kleine Fische sitzen und die Unterwasserwelt tatsächlich lebt, fehlen eindeutig Blubberblasen. Mit dem “Malen-Modus” lassen sich ganz leicht Kreise hellblau einfärben, um die Illusion einer mit Luft gefüllten Kugel zu erzeugen. Legt ihnen eine Flugbahn zurecht, lasst sie an einer bestimmten Stelle erscheinen und gebt ihnen die Eigenschaft “Pulsieren”, damit es noch echter wirkt und später nicht nur blasse Kreise im Wasser treiben.

Unterwasserpflanzen malen und zum Leben erwecken

Noch mehr Leben simulieren Korallen, Anemonen und Riffe, die sich mit dem “Malen-Tool” recht einfach erzeugen lassen. Wie ihr Farben mischt, habt ihr ja bereits bei den Steinen herausgefunden – jetzt dürfen die Töne gern kräftiger sein. Physikalische Elemente wie Wind lassen eure floralen Kreationen lebendig wirken, als würden sie in der Bewegung des Wassers schwingen.

Das gilt auch für Seealgen, die ihr mit dem “Fleckenzeichnen-Tool” im Handumdrehen erstellt. Licht- und Kameraeinstellungen, Schärferegler und Finetuning machen daraus am Ende eine beeindruckende Unterwasserwelt.

Genug trockene Erklärungen von uns! Schaut euch am besten direkt das Video der beiden Profis an, um noch mehr Informationen und Inspirationen zu erhalten, bevor ihr selbst loslegt. Wir freuen uns auf eure Werke – teilt sie unbedingt mit uns!

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