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MUBI-Update (10. Mai 2012)

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Wir hier bei MUBI sind gleich von zwei cineastischen Passionen befallen: von Tobe Hooper, dem Regisseur von „Blutgericht in Texas” („The Texas Chainsaw Massacre”), und von den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2012, die in weniger als zwei Wochen beginnen.

Wie ihr wahrscheinlich bereits wisst, zeigen wir exklusiv zwei von Hoopers allerersten Filmen: seinen Kurzfilm „The Heisters” und sein Spielfilmdebüt „Eggshells”. Und da ihr nun die Gelegenheit habt, einige von Hoopers frühen Filmen zu sehen, bekommt ihr jetzt auch noch die Chance, mit ihm zu reden! In unserem Webforum nehmen wir Fragen von der MUBI-Community an Tobe entgegen. Wir werden zwei Wochen lang Fragen an den Kultfilmemacher sammeln, um die besten auszuwählen und an Tobe weiterzuleiten. Seine Antworten werden wir dann im Webforum und hier im PlayStation-Blog veröffentlichen. Habt ihr Fragen zu „Poltergeist”? Darüber, wie man es schafft, dass die Leute vor Schreck vom Stuhl springen? Zum ursprünglichen „Blutgericht in Texas” oder zu den beiden restaurierten Filmen von Hooper, die wir jetzt auf MUBI zeigen? Dann ist dies der perfekte Zeitpunkt, um sie zu stellen! Hier könnt ihr eure Fragen posten.

In der Zwischenzeit: Cannes! Wir wissen zwar nicht, was dieses Jahr gut ist, aber wir wissen, was wir erwarten. Und wie es der Zufall will, laufen viele Streifen von Filmemachern, die dieses Jahr für Cannes ausgewählt worden sind, auch auf MUBI! Es sind eine ganze Menge unserer Favoriten in der engeren Auswahl, deshalb werden wir unsere Empfehlungen zwischen diesem Beitrag und unserer nächsten Aktualisierung aufteilen. Hier ist Teil eins:

rust bone

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MUBI-Update (5. April 2012

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Wir möchten dieses MUBI-Update mit einer unglaublichen Ankündigung eröffnen!

EGGSHELLS

Dank der Restaurierungskunst von Watchmaker Films können wir exklusiv auf MUBI den ersten Spielfilm von Tobe „Blutgericht in Texas” Hooper zeigen: den unveröffentlichten Kultfilm Eggshells! Dieses Werk aus dem Jahr 1970 war Hoopers erster Film – eine psychedelische Komödie, angesiedelt in Austin, Texas, der Zuflucht der Subkultur. Er schaffte es nie in die Kinos. Hat nie auch nur einen Cent eingespielt. Vier Jahre später, in der Angst, nie wieder Arbeit zu finden, drehte Hooper einen kleinen Horrorfilm. Er hieß Blutgericht in Texas und veränderte das Horrorgenre grundlegend. Und nun, 42 Jahre danach, feiert Eggshells Premiere – schon bald auf MUBI!

Verfügbar: Überall!
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MUBI-Update (22. März 2012)

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Drei – auf völlig unterschiedliche Weise – mutige Werke sind in dieser Woche unsere Plattform-Highlights auf MUBI. Die extremen Kamera-Angriffe – auf die Liebe, auf eine örtliche Arbeitergemeinschaft, auf das Gangster-Genre – machen diese Filme zu schwindelerregenden, cineastischen Erlebnissen.

fidelity

Die Treue der Frauen (Andrzej Żuławski, Frankreich)

Wie ihr vielleicht wisst, geht der polnische Autorenfilmer Żuławski zurzeit durch seine erste – und komplette – Retrospektive über Nordamerika und verdient sich damit Ruhm und Erfolg. Das Organisationskino BAMcinématek beschreibt den Filmemacher wie folgt: „Zurecht als Enfant terrible des polnischen Films bezeichnet ist Andrzej Żulawski einer der kontroversesten und polarisierendsten Filmemacher der Welt.” Im Rahmen unseres Online-Kinomagazins Notebook haben wir den Regisseur interviewt. Ihr könnt das Interview hier lesen.

Der Film ist der letzte, den er gemacht hat, und ich könnte ihn nicht besser beschreiben, als es BAM getan hat:
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MUBI-Update (15. März 2012)

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erdem1

Wir haben gerade ein virtuelles Kino mit den Werken von Reha Erdem eingerichtet, in dem von schwarzem Humor bis zur unheimlichen Poesie alles enthalten ist. In den USA erfuhren die meisten Leute zuerst von Erdem, als sein Film Bes Vakit – Times and Winds (der die Auszeichnung als „Best Turkish Film of the Year” sowie den FIPRESCI-Preis beim Istanbul International Film Festival 2006 gewann) zwei Jahre später und kurz vor der Veröffentlichung auf DVD für kurze Zeit in den Kinos zu sehen war. Es handelt sich um „einen Film, verzaubert vom Rhythmus des Alltagslebens in einem abgelegenen, türkischen Dorf”, wie Ed Gonzalez in der Voice schrieb. „Erdem sieht Schmerz und Liebe auf die gleiche Art und Weise, wie er den Mond und die Sonne sieht: als andauernde, erleuchtende Kräfte. Seine Kamera drängt voran, als befände sie sich auf einer Achse und betrachtet die familiären und kommunalen Erfahrungen durch die beeinflussbaren Augen dreier Kinder.”

„Ausgestattet mit dem an Górecki erinnernden, symphonischen Pulsieren des estländischen Komponisten Arvo Pärt wirkt der Film wie eine Version von Victor Erices El espíritu de la colemna – Der Geist des Bienenstocks fürs neue Jahrtausend, obwohl seine Poesie die von Erice übertrifft”, schrieb Michael Atkinson im Jahre 2008. „Man ist nie ganz sicher, was in diesen geheimnisvollen Bildern – oder eher zwischen ihnen – wirklich passiert, da die Charaktere sich nicht offen ausdrücken. Solch eine mysteriöse Form von Poesie hat man auf diese Weise einfach noch nie gesehen.” Michael Guillén erinnerte sich 2007 auf dem Höhepunkt einer seiner exzellenten Zusammenfassungen, dass er zu Tränen gerührt war: „Ich habe einen Kerl bemerkt, der einige Sitze entfernt von mir saß und mich dauernd mit verträumtem Lächeln anstarrte …” Natürlich stellte es sich heraus, dass es Erdem persönlich war.
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MUBI Update 12. Januar 2012

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Frohes neues Jahr! Hoffentlich habt ihr euch die Feiertage mit ein paar großartigen Filmen versüßt.

Ab heute beginnt bei MUBI unsere Zusammenarbeit mit „My French Films Festival 2012″. Vom 12. Januar bis zum 1. Februar zeigen wir im Rahmen dieses Festivals Kurz- und Spielfilme. Entdeckt junge, französische Filmemacher und teilt eure Liebe für das französische Kino mit Internetnutzern aus der ganzen Welt.

petit tailleur

Zu den Highlights zählen ein Kurzfilm mit dem Titel Petit tailleur des französischen Stars Louis Garrel sowie Belle épine (Liebe Prudence), ein absolutes Juwel der Filmfestspiele von Cannes, von Rebecca Zlotowski:
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MUBI-Update (8. Dezember)

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lens

In dieser Woche feiern wir bei MUBI die Meisterwerke des schweizer Autorenfilmers Thomas Imbach in unserer Reihe „Films by Thomas Imbach”.

Von Anfang an wurden Imbachs Filme als Experiment mit dem reflexiven Potenzial des Kinos als Medium und konstruierte Realität angesehen. „Es hat mich immer ganz plötzlich überkommen. Es ist wie Verliebtsein – man kann die Ursache nicht wirklich erklären”, sagt Imbach.

Well Done (1994) ist eine absurde Komödie über den unkontrollierbaren Daten- und Geldstrom, der in der Schweiz fließt. Augusteb hat diesen Film „geliebt”. In Ghetto (1997) begleiten wir eine Gruppe Teenager durch einen anarchischen Klassenraum, eine Kellerdisco und durch die Nacht. „Man muss dem Film 15 Minuten zum Sacken geben”, rät Giammiz, „dann wird man ihn lieben.”
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MUBI Update: 17. November 2011

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saturn returns

Saturn Returns (Lior Shamriz, Israel)

Lucy, eine privilegierte Nordamerikanerin lebt ein hedonistisches Post-Punk-Leben im heutigen Berlin und zieht mit ihrem besten Freund Derek um die Häuser. Gemeinsam nutzen sie die Stadt als Spielplatz, Bühne und nie endende Party. Dann tritt Galia in ihr Leben, eine junge Israelin, die das Versprechen einer besseren, saubereren Lebensweise in sich trägt.

In Saturn Returns verwandelt sich die Hommage an Punk-Underground-Filme zu einem Melodram, in dem sich die modulierenden Gemütszustände von Lucy and Galia widerspiegeln. Ihr gegenseitiger Blick in Leben und Kultur der anderen wird zu einer Erforschung leerer Fassaden. Der Film entstand aus improvisierten und geschriebenen Szenen, je nach Erfordernis der entsprechenden Szene.

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MUBI Update: 3. November 2011

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Diesen Montag haben wir deftig Halloween gefeiert und euch daher eine kleine Liste der in unserer Community beliebtesten Horrorfilme zusammengestellt, die auf MUBI laufen! Hier sind einige der Top-Platzierungen, wobei wir in unserer Videothek noch viele mehr haben:

vampyr

Vampyr (Carl Th. Dreyer, Deutschland/Frankreich)

Unsere Freunde bei The Criterion Collection drücken es immer noch am besten aus: In Vampyr hat der dänische Filmemacher Carl Theodor Dreyer sein außergewöhnliches Händchen für hypnotisierende Stimmungen und karge, beunruhigende Bilder (Johanna von Orléans und Tag der Rache) ausnahmsweise mal im Horror-Genre eingesetzt. Dennoch ist das Ergebnis, das die Geschichte eines vom Okkulten angezogenen Studenten erzählt, der in einem Dorf in der Nähe von Paris von mehreren übernatürlichen Erscheinungen und örtlichen Bösewichten heimgesucht wird, praktisch keinem Genre direkt zuzuordnen. Dafür sorgen eine wahre Fülle atemberaubender Kamera- und Schnittfinessen und ein dicht gewebter Klangteppich, der eine traumartig beängstigende Atmosphäre kreiert. Mit seinem dichten Nebel, den immer wieder auftauchenden Sensen und dem Unheil bringenden Echo stellt Vampyr einen der größten Albträume der Kinogeschichte dar.
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MUBI Update: 13. Oktober 2011

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beyond enchantment

Es gibt einige wirklich interessante neue Filme auf der MUBI-Plattform! Wir sind mit der in San Francisco ansässigen Organisation Canyon Cinema, einem der weltweit bedeutendsten Vertriebe für Experimental- und Avantgardefilme, eine dauerhafte Partnerschaft eingegangen, die wir mit der Zeit weiter ausbauen werden. Da die meisten Filme unserem Publikum wahrscheinlich nicht bekannt sind, liefern wir euch zunächst einige Informationen zu den Filmemachern.

Filme von Gary Adlestein:

Gary Adlestein ist seit 1974 Macher kurzer Experimentalfilme und -videos. Sein erster Film, Reading 1974, den er als Co-Regisseur drehte, war ein preisgekrönter Dokumentarfilm in Spielfilmlänge, ein Porträt seiner Heimatstadt Reading, Pennsylvania. Über Jahre drehte er zunächst im 16-mm- und dann im Super-8-Format lyrische Kurzfilme, wobei er sich von den Werken von Storm DeHirsch und Tom Chomont inspirieren ließ. Später wechselte er wie viele andere unabhängige Filmemacher zum Video, einem Medium, das wesentlich günstiger war und somit besser zur Idee der wahren Unabhängigkeit passte. Adlesteins Werke wurden national und international bei Festivals und nationalen Medienkunstveranstaltungen gezeigt (z. B. Millennium Film Workshop, LA Filmforum, Pacific Film Archives, Chicago Filmmakers). Einige seiner Filme und Videos waren in der Ausstellung „Big as Life: An American History of 8mm Films” (1982-2001) im Museum of Modern Art (MoMA) zu sehen. Im Jahr 1975 war er einer der Mitbegründer von Berks Filmmakers, das damals wie heute Experimentalfilme zeigt. Er lehrt Film und Poesie am Albright College in Reading.

Filme von Kate McCabe:

Kate McCabe lebt in der Nähe von Joshua Tree, Kalifornien, wo sie das Kunstkollektiv Kidnap Yourself gründete. Sie graduierte an der University of the Arts und erwarb an der Kunsthochschule Cal Arts, unter dem innovativen Jules Engel, ihren Master of Fine Arts (MFA) in Experimental Animation. McCabes Werke, für die sie auch Auszeichnungen erhielt, werden seit 1995 weltweit bei Filmfestivals und in Galerien gezeigt. Ihre Filme erforschen oft Themen wie das Zelebrieren der Schönheit im Alltag und die Enthüllung der Grauzone zwischen Tagtraum und Realität. McCabe vereint Live-Action-Fotografie und Animation zu Hybrid-Animationen. Hierzu bedient sie sich Techniken der Zeitmanipulation in Kamera und optischem Druck. Zu ihren aktuellen Werken gehören Bilder, Fotografien, fiktive Kurzgeschichten und Kunstbücher. Ihr jüngstes Werk ist der Comic „Mojave Weather Diaries”. McCabe hat als Gastdozentin Film an der CalArts und der UC San Diego unterrichtet.

Filme von Gregg Biermann:

„Meinen Werken liegt die Avantgarde-Tradition des Films als visuelle Kunst zugrunde. Ich glaube, dass Künstler, die vom Geist des historischen Avantgardefilms inspiriert sind, durch den Einsatz neuer Technologien auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen können. Die Entwicklung neuer Hilfsmittel hat oft innovative ästhetische Entwicklungen in Kunst und Musik veranlasst. Aus diesem Grund befasse ich mich mit neuen Technologien, um weites Neuland zu erobern, das kleinen Filmemachern, die an der Erkundung der Form interessiert sind, nicht mehr zur Verfügung steht. Die meisten meiner Werke, die ihre Wurzeln in der digitalen Technologie haben, wären zu früheren Zeiten nicht entstanden. Die Bedeutung der digitalen Technologie für den Film liegt in der Möglichkeit zu kopieren, zu ändern, zu maskieren, zu schneiden, zu überblenden, zu wandeln, zu reflektieren, zu übertragen und neu auszurichten.”

Filme von Larry Jordan:

Lawrence Jordan, als Einzelgänger in der Welt des avantgardistischen US-Films bekannt, spielte in der Kunstszene San Franciscos in den späten 1950er- und frühen 1960er-Jahren eine wichtige Rolle. Jordan drehte mehr als fünfzig Experimentalfilme, darunter einige fantastische Filmanimationen aus zu Collagen zusammengefügten Ausschnitten viktorianischer Gravuren. Die Animationen zeigen traumhafte Bilder von Landschaftscollagen in einem filmischen Reich der Transformation und des Freiform-Symbolismus. Jordan ist bestrebt, in die tiefen Strukturen und Jungschen Konnotationen der mythologischen Bilder seiner Filme einzutauchen. Sein alchemistischer Ansatz zur bildlichen Darstellung erschafft, was er das „Theater des Geistes, das man konstruiert” nennt. „Das ist die Unterwelt … das Reich der Vorstellung. Man braucht einen Ort, um mit Bildern zu arbeiten.” (Duncan McKenna, Semina Culture: Wallace Berman & His Circle).

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MUBI Update (15. September)

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Wir haben schon eine Weile keine MUBI-Updates mehr veröffentlicht. In der Zwischenzeit haben wir die Internationalen Filmfestspiele von Venedig besucht und berichten jetzt aus Toronto. Wir melden uns also mit etwas ganz Besonderem zurück.

Keine neuen Filme, dafür neue Filmfestivals!
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