Veröffentlicht 7:01

Auge in Auge mit dem Kampfspiel-Phänomen Divekick, das bald für PS3 und PS Vita erscheint

Unser Kollege Justin Massongill aus den USA durfte schon mal Hand an Divekick anlegen. Das sind seine ersten Eindrücke.

Dive Kick Lead Image

Wenn ihr der Kampfspiel-Community angehört, wisst ihr sicher schon alles über Divekick. Falls nicht, bringt euch am besten kurz mit diesem Intro von Iron Galaxy auf den neuesten Stand.

Auf der GDC letzte Woche drehte sich kaum ein Gespräch NICHT um Divekick. Aber wie genau wird es denn nun gespielt? Das minimalistische Design des Spiels mag einen skeptisch stimmen, aber keine Sorge, Divekick ist viel tiefgründiger und hat einen viel stärkeren Suchtcharakter, als man für möglich halten mag. Es wirft die alten Grenzen des Kampfspiel-Genres über Bord und präsentiert sich als modernes und fortschrittliches Wettkampf-Erlebnis – Divekick ist die ursprüngliche Essenz dessen, was den Reiz von Kampfspielen überhaupt erst ausmacht.

Es geht in diesem Spiel darum, den Gegner auszutricksen und auszumanövrieren. Vergessen sind komplexe Eingabebefehle, komplizierte Akrobatik und Timing-Fenster, die kaum ein Mensch schaffen kann. Es gibt nur zwei Tasten: Dive und Kick. Ihr braucht weder Richtungstasten noch Sticks. Ihr könnt nichts abwehren. Ihr könnt euch nicht mal bewegen … zumindest nicht im herkömmlichen Sinn. Um euch euren Gegnern zu nähern, tippt ihr erst Dive an (ein vertikaler Sprung) und dann Kick, um euren Fighter mit den Füßen voran nach vorn zu katapultieren.

Tippt ihr die Kick-Taste an, während ihr auf dem Boden steht, führt ihr einen Ausweichsprung nach hinten aus. Trefft ihr mit einem einzelnen Divekick, zählt das als K. o. mit einem Treffer. Derjenige, der davon zuerst fünf erzielt, gewinnt. Das war’s.

Dive Kick 5Dive Kick 4

Was den Wettstreit so unglaublich fesselnd macht, sind die Details. Ihr müsst euch zum Beispiel gut überlegen, wann ihr die Kick-Taste antippt. Nah am Boden, wo ihr euch schnell genug wieder erholen könnt? Oder höher in der Luft, sodass ihr zwar weiter gleitet, aber nicht vor Gegenangriffen geschützt seid? Es lohnt sich immer, den Kopf des Gegners anzuvisieren, um einen gefürchteten Head Shot (Kopftreffer) zu landen, was ihn benommen macht und in den ersten paar Momenten der nächsten Runde nur langsam agieren lässt.

Euch steht eine umfangreiche Liste von schrägen Charakteren zur Auswahl, wie zum Beispiel die Aushängeschilder des Spiels: Dive und Kick (Ken und Ryu aus dem Spiel mit ausgetauschter Farbpalette), Dr. Victoria Shoals (die an Doctor Doom aus den „Marvel vs. Capcom”-Spielen erinnert), Redacted (ein Zigarre rauchender Bär, der eine leichte Ähnlichkeit mit einem gewissen Comic-Helden hat) und viele mehr.

Jeder Kämpfer besitzt seine eigene Sprunghöhe, seinen eigenen Trittwinkel und seine eigene Divekick-Geschwindigkeit. Es ist nicht sofort ersichtlich, ob eins davon einen Vorteil bringt, aber es verleiht den einzelnen Charakteren ihren ganz individuellen Charme.

Doch nachdem sie das Spiel gesehen und das anfänglich befremdliche Gefühl eines Zwei-Tasten-Kampfspiels überwunden hatten, gingen die Kämpfer auf der PlayStation-Presseveranstaltung der GDC Indie Arcade aufs Ganze. Viel zu schnell waren die fünf K. o. erreicht, und die Verlierer reihten sich sofort wieder für eine Revanche ein. Auf der Veranstaltung hatte Iron Galaxy das Spiel speziellen Divekick-Controllern aufgebaut: den Fightsticks. Es ist jedoch noch nicht klar, ob diese Controller in Zukunft erhältlich sein werden.

Dive Kick 2Dive Kick 1

Ich hatte mich dazu entschieden, meine Divekicks mit einem normalen DUALSHOCK 3 durchzuführen, und hielt meine Zeigefinger zwecks maximaler Präzision ständig über der O- und X-Taste (obwohl auch L1 und R1 unterstützt werden). Ich kann nicht mit Sicherheit sagen, ob diese Taktik mir kürzere Reaktionszeiten einbrachte, aber die Leute schienen mich ernster zu nehmen, weil ich den Controller so komisch festhielt.

Eine PS Vita-Version des Spiels ist ebenfalls in der Mache. Eine von den einzigartigen Funktionen ist ein Wettkampfmodus, bei dem zwei Spieler auf nur einem PS Vita-System spielen. Der Geschäftsführer von Iron Galaxy Dave Lang spricht vom „romantischsten Modus aller Kampfspiele”. Ein Spieler kämpft mit den Richtungstasten „Links” und „Unten”, der andere Spieler benutzt die X- und O-Tasten auf demselben Gerät – so kann man Netzwerkverzögerungen auch umgehen!

Dave versichert uns, dass wir im fertigen Spiel noch deutlich mehr zu sehen bekommen werden, wie zusätzliche Charaktere, einen Einzelspieler-Storymodus und umfassenden Online-Support. Divekick kommt im Sommer ins PSN, sowohl für PS3 als auch für PS Vita. Bis dahin haben wir noch weitere Einzelheiten für euch, also bleibt dran.

Dive Kick 3

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Kommentare

 
XiaomuArisu 3. April 2013 @ 22:47   1

…das ist ein Scherz,oder?!?
Der 1.April ist bereits vorbei,ist euch das bewusst?
Hab das mal auf Youtube gesehen….kann nicht glauben das es wirklich existiert