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Ni No Kuni: Akihiro Hino antwortet auf eure Fragen

Ni No Kuni

Im Dezember haben wir die SCEE-Community gebeten, ihre Fragen an Akihiro Hino einzusenden, den President und CEO von LEVEL-5, dem Entwickler hinter Ni No Kuni. Das Community-Team hat 10 besonders interessante ausgewählt, und heute haben wir die Antworten für euch.

Vergesst nicht, dass diejenigen, die sich von Ni no Kuni: Der Fluch der weißen Königin inspiriert fühlen, immer noch an unserem bekannten Design-Wettbewerb teilnehmen und einen einzigartigen Kigu (ein Ganzkörperkostüm) im Stil ihrer Kreation gewinnen können: http://www.uk.namcobandaigames.eu/ni-no-kuni-contest

Genug der Vorrede, weiter geht es mit Hino-san…

NiNoKuni

Wessen Idee war denn ursprünglich eure Zusammenarbeit mit Studio Ghibli, und bei wem bedurfte es der meisten Überzeugungsarbeit, damit das Spiel entstehen konnte? (Marchie-G)
Akihiro Hino: Die Idee kam von mir. Ich bin ein riesiger Fan der Arbeit von Studio Ghibli und wollte etwas mit ihnen zusammen machen. Am meisten Überzeugungsarbeit musste geleistet werden bei … vielleicht beim Producer, Mr. Suzuki!

Wer war die treibende Kraft hinter der Story – Level 5 oder Studio Ghibli? (MKR_Bone)
Akihiro Hino: Der Rahmen der Geschichte war fertiggestellt, aber über viele Sachen gab es endlose Diskussionen mit Studio Ghibli, einschließlich zum Beispiel der Szenen am Schluss des Spiels.

Konntet ihr denn etwas aus dem Aufstieg westlicher RPGs wie Fallout, Skyrim und Mass Effect lernen, und wenn ja, was? Und was bietet euer Spiel, dass diese Titel nicht haben? (LevelUpJordan)
Akihiro Hino: Eines der definierenden Charakteristika westlicher Rollenspiele ist der hohe Grad an Bewegungsfreiheit, den sie Spielern bieten. Japanische RPGs sind dagegen eher storybasiert, sodass man beim Spielen einem linearen Pfad folgt. Das Maß an Freiheit in westlichen Titeln verschlägt einem manchmal fast den Atem. Für Ni no Kuni versucht, uns sehr bewusst zu überlegen, welches Maß an Freiheit wir den Spielern gewähren.

Welcher Teil des Spiels hat beim Design am meisten Spaß gemacht? (ItsActuallyAdam)
Akihiro Hino: Das Spiel zu machen und dabei auf Ghiblis Grafiken und Settings zurückzugreifen – das war der angenehmste Teil des Prozesses. Für mich persönlich war es unglaublich, mein eigenes Szenario in den Animationen von Studio Ghibli zum Leben erwachen zu sehen!

Es dauerte über ein Jahr, das Spiel zu übersetzen. Was waren die größten Hürden, die im Übersetzungsprozess überwunden werden mussten? Habt ihr aus dieser Erfahrung Ideen entwickelt, wie das bei zukünftigen Projekten beschleunigt werden kann? (Alestes)
Akihiro Hino: Auf die Lokalisierung wurde sehr viel Aufmerksamkeit und Sorgfalt verwendet, gar nicht zu reden von der schieren Menge an Text, die wir zu übersetzen hatten. Ni no Kuni nutzt in der japanischen Version Dialekte und Wortspiele, wir wollten also sichergehen, dass diese Nuancen auch in die verschiedenen Zielsprachen übertragen wurden.

Die Suche nach dem perfekten Zeitfenster für die Veröffentlichung ist auch mit ein Grund dafür, dass das Spiel erst mit leichter Verzögerung zu unseren Fans gelangt. Aber ich glaube, dass es trotzdem ein ungewöhnlicher Fall ist, was die Dauer der Lokalisierungsphase anbetrifft.

Wenn du für ein beliebiges Filmstudio ein Spiel machen könntest, welches würdest du dir aussuchen? (Sarah-hiMe)
Akihiro Hino: Es gibt keinen bestimmten Titel, aber ich hätte wirklich Lust auf einen Spielberg-Film. Filme von Pixar interessieren mich, weil sie mir sehr gut mit Spielen kompatibel zu sein scheinen.

Was war zuerst da – die Entwicklung des Spiels, die Hauptperson oder die allgemeine Handlung? (cheekyMcB)
Akihiro Hino: Die Ideen kamen uns alle gleichzeitig. Wir wollten, dass Kinder Spaß am Spiel haben, wir wollten aber auch, dass die Botschaft das Kind in jedem Erwachsenen erreicht. So kamen die Hauptfigur und das Setting zustande. Oft gefallen den Leuten Spiele nicht, die im Ausland kindlich wirken, aber ich freue mich, zu hören, dass es bisher gut aufgenommen worden ist.

Warum, glaubst du, wenden sich andere Firmen von diesem RPG-Stil ab und konzentrieren sich stattdessen auf einen eher westlichen, actiongeladenen Ansatz? (MoltenArmour)
Akihiro Hino: Vielleicht haben die Gamer keine Lust mehr darauf, viele Stunden mit einem Spiel zu verbringen. In Japan sieht es nicht danach aus, als ob viele Leute sich von Rollenspielen wegbewegen würden, aber wenn sie das tun, kann es daran liegen, dass es so viele verschiedene Arten von Spielen gibt, dass soziale Aspekte so eine große Rolle spielen. Der Wunsch, weniger Zeit mit einem Spiel zu verbringen, scheint sich so auszuwirken, dass die Leute sich statt RPGs mehr actionorientierte Spiele wünschen.

Gibt es Traum-Entwicklungspartner, mit denen du liebend gern einmal zusammenarbeiten würdest? (SurrealNightmare)
Akihiro Hino: Es gibt viele, aber zum jetzigen Zeitpunkt kann ich dazu nichts sagen. Ich hoffe, dass ihr euch schon auf zukünftige Ankündigungen von uns freut.

Was kommt denn für Level 5 als Nächstes – habt ihr ein anderes Projekt für PS3 in petto? (iisc2k7)
Akihiro Hino: Im Moment kann ich noch nichts Definitives sagen, aber ich hoffe, dass wir weiterhin fesselnde RPGs für unsere Fans machen werden.

Ni no Kuni: Der Fluch der weißen Königin ist jetzt in den Läden und als digitaler Download über das PlayStation Network zu haben.

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Kommentare

7 Kommentare 0 Antworten vom Autor
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[GELÖSCHT: Ausdrucksweise]

Wir wollen mehr Storybasierende Games innerhalb von Europa. Der Release von Ni no Kuni war ja mal ein Schritt in die richtige Richtung. Aber wo bleiben die anderen guten Games?
Ihr enthaltet uns immer noch Tales of Innocence R vor…

Und aus welchem Grund darf dieser “Müll” nicht als RPG bezeichnet werden? Westliche Games wie Fallout, Elder Scrolls oder Gothic sind genauso RPG wie die japanischen Ableger.

ShardofTruth 15. Februar 2013 @ 23:08   3

Sorry ,aber Ni No Kuni hält ja auch nicht gerade die Fackel der gut erzählten JRPGs nach oben, wenn nicht Tröpfchens Kommentare wären, hätte ich das Spiel schon längst wieder verkauft. Außerdem kenne ich neben der Tales-Reihe keine andere japanische Spieleserie, die so vor klischeehaften Charakteren trieft und so einen vorhersehbaren Plot hat, da kann jedes westliche RPG locker mithalten.

Auch wenn das Interview schon vorbei ist, hätte ich trotzdem noch eine Frage, da Konami leider nicht antwortet:
Im Vorfeld wurde nämlich versprochen, dass die westliche Portierung von Ni no Kuni alle Inhalte der japanischen Version enthält. Leider stimmt das ganz und gar nicht, da z.B. die letzten drei Vertrauten aus der All-In-one Edition anscheinend nicht mehr im Spiel sind. Warum?

 
PandaInLove 16. Februar 2013 @ 15:22   4

@ ShardofTruth

Was die Story angeht hast du vollkommen recht. Oliver ist einfach flach und zwischendurch hat er mich so aufgeregt dass ich Dialoge mit einer (X) Parade wegedrückt habe xD Dann zockt man 2 Stunden am Stück und nach der hälfte wird nochmal erzählt was wir grade alles geschafft haben … nerv

Akihiro Hino sagt ja auch dass Ghibli nicht wirklich an der Story beteiligt war… was man merkt. Ghibli war schon immer sehr düster und ich dachte am anfang Ni No Kuni würde dieses Element auffangen.
Naja ich hab mit meiner Freundin eine düstere Hintergrundgeschichte reininterpretiert. XD

Gameplay und Designtechnisch ist es dennoch ein klasse Game mit Black Jack und N… ;)

 
Shenzakai 18. Februar 2013 @ 19:49   5

Mich berührt das Spiel bisher in einer Weise, wie es lange kein anderes mehr getan hat. Trotz (oder gerade wegen) der kindlich-naiven Darstellung von Handlung und Charakteren. Dazu noch die Wärme und Herzlichkeit verbunden mit dem Stil des grandiosen Studio Ghibli. Im Grunde ein perfektes JRPG wie damals zu guten, alten 16 bit Zeiten.

 
Sir_Lancelot 19. Februar 2013 @ 09:48   6

Ich habe dieses Spiel mittlerweile durch und muss sagen, es ist für mich eines der Besten RPG´s der PS3 Generation. Das Spiel bietet einfach alles, was Spiele ausmachen sollte und schafft es zu jederzeit, mich als Erwachsenen Spieler ernst zu nehmen aber auch das Kind in mir zu wecken! Die Geschichte ist zu jederzeit fesselnd und hält die Spannung bis zum Schluss aufrecht.

Mit einer Spieldauer von ca. 70 Stunden ist das Spiel außerdem außerordentlich lang und bietet nach dem Durchspielen weitere 20 + 30 Stunden Spaß!

Jeder der RPG´s gerne mag sollte diesen Titel nicht außer Acht lassen! Auch wenn das Setting sehr Kindlich scheint, auch Erwachsene können sich ruhig ran trauen. Selten hat mich die Geschichte eines Spieles dermaßen emotional berührt, wie das von Ni No Kuni!

Vielen Dank an die Entwickler für dieses großartige Game!

 
Sir_Lancelot 19. Februar 2013 @ 10:17   7

@ ShardofTruth

wieso eigentlich die Frage an KONAMI?
Die haben mit dem Spiel doch so rein gar nichts zu tun, da nicht aus ihrem Haus! Daher werden sie dir deine Frage gewiss nie beantworten können!

Wenn du da noch Fragen hast, dann wende dich doch einfach an NamcoBandai…

http://www.de.namcobandaigames.eu/