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Veröffentlicht 5:02

Tomb Raider – unsere Eindrücke der neuen Lara

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Lara Croft ist eine der bekanntesten Videospiel-Persönlichkeiten überhaupt. Nur eines war bisher unbekannt: Ihre Vergangenheit und wie sie zu der Person geworden ist, die wir in den letzten 15 Jahren kennen gelernt haben. (abgesehen von kurzen Auftritten der jungen Lara in Tomb Raider: The Last Revelation)

Crystal Dynamics und Square Enix gehen bei der kommenden Neuinterpretation von Tomb Raider neue Wege und zeigen eine Seite von Lara, die so ganz anders ist, als wir es bisher von ihr gesehen haben. Aber nicht nur das hat sich geändert – das komplette Spielgefühl wurde kräftig umgekrempelt. Wir durften ein paar Stunden mit Lara auf „Tuchfühlung” gehen und können euch schon mal verraten, auf was ihr euch am 5. März 2013 freuen könnt.

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An allen Ecken gibt es Dungeons und kleine Extras zu entdecken


Der Anfang des neuen Tomb Raiders ist mittlerweile kein Geheimnis mehr. Nach einem heftigen Sturm und dem Kentern unseres Forschungsschiffs, stranden wir auf einer scheinbar verlassenen Insel und finden uns sogleich in großen Schwierigkeiten wieder. In einem Höhlensystem voller mystischer Zeichen und seltsamer Menschen, die uns an die Wäsche wollen, lösen wir die ersten Rätsel und bahnen uns unseren Weg in die Freiheit. Schon hier fällt auf, dass das Element Feuer eine wichtige Rolle in unserem Abenteuer spielen wird. Nicht nur, dass wir die oft an der Wand befestigten Fackeln mitnehmen können um Licht in die dunkle Angelegenheit zu bringen, wir lösen auch ab und zu kleinere Rätsel damit oder brennen uns durch verbarrikadierte Gänge. Nachdem wir endlich aus der Höhle entkommen sind, offenbart Tomb Raider einen interessanten Aspekt in Sachen Level-Architektur. Auch wenn wir hier nicht von richtigem Open-World reden können, bietet Tomb Raider doch ein ziemlich großes Angebot für Entdecker und Forscher.

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Die Hubs sind groß genug, um auf Erkundungstour zu gehen. Augen offen halten!

Die Insel, auf der wir gefangen sind, gliedert sich in mehrere Bereiche (sogenannte Hubs), die untereinander verbunden sind. Innerhalb dieser Bereiche gibt es neben dem roten Faden, dem wir folgen, auch versteckte Dungeons und Extras zu finden. Dabei sind diese Hubs so konzipiert, dass wir beim ersten Betreten noch nicht alles entdecken können. Erst nachdem wir gewisse Fähigkeiten gelernt oder Ausrüstungsgegenstände gefunden haben offenbaren sich weitere Verstecke. Die Hacke, die wir vorerst nur zum Aufbrechen von Türen und zur Verteidigung verwenden können, nutzt uns im späteren Spielverlauf zum Beispiel auch als Kletterhilfe. Damit erreichen wir auch in bereits erforschen Gebieten neue Ebenen und kommen so an Extras heran, für dessen Bergung wir vorher noch nicht bereit waren. Für Spieler, die jede noch so abgelegene Ecke erforschen wollen ist hier definitiv einiges zu holen.

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Unser Schicksal teilen wir mit anderen Mitgliedern des Forschungsteam und Freunden.

Unsere nächste Aufgabe besteht darin rudimentäre Ausrüstung zu besorgen und andere Überlebende unserer Mission zu finden. Bis wir das geschafft haben, läuft Tomb Raider noch eher linear ab, was uns so zeitig im Spiel aber nicht wirklich stört. In den nächsten Minuten bringt uns das Spiel grundlegende Spielmechaniken bei – wie das Jagen und Verwerten von herumliegenden Trümmern und Schrott, den wir übrigens dazu benutzen unsere Ausrüstung zu verbessern. Hier zeigt sich schon ein deutlicher Unterschied zu den bisherigen Tomb Raider Titeln: die Rollenspiel-Elemente. Neben den Upgrades können wir erhaltene Erfahrungspunkte in Skills investieren, die es uns beispielweise erlauben mit der Hacke tödlichere Nahkampf-Angriffe auszuführen oder uns einfach nur ein bisschen widerstandsfähiger gegen Verletzungen machen. Tomb Raider wird zwar nicht zu einem Vollblut-Rollenspiel, die Skills und Upgrades taugen aber hervorragend dazu, um Lara auf unseren eigenen Spielstil anzupassen. Was aber noch viel wichtiger ist: Sie passen ins Spielkonzept und tragen einen guten Teil zur Atmosphäre bei, die uns voll in das Szenario eintauchen lässt und auch emotional mitfühlen lässt.

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Oft ist es sinnvoller die Gegner zu umgehen statt eine direkte Konfrontation zu suchen

„Emotional” ist auch ein gutes Stichwort, das Laras Charakter beschreibt. Im Vorfeld gab es dazu positive sowie negative Stimmen. Die einen meinen, dass Lara zu viel jammere, andere wiederum begrüßen diese neue Charaktereigenschaft. Nachdem ich Lara mehrere Stunden auf ihrer Achterbahnfahrt begleiten konnte, muss ich nach anfänglicher Skepsis zugeben, dass genau diese Schwäche von Lara das ist, was einen Großteil der Faszination am neuen Tomb Raider ausmacht. Lara teilt sich in kleineren Monologen mit und gibt so einen tiefen Einblick in ihren Charakter. Skeptiker können an dieser Stelle beruhigt sein. Lara Croft entwickelt sich im Laufe des Spiels auch charakterlich weiter. Sie wird stärker, selbstbewusster und mutiger. Der erste tödliche Pistolenschuss wird noch mit Tränen begleitet, der zweite geht schon viel einfacher von der Hand. Wirklich kalt lässt sie das Töten aber nie, … und mich auch nicht.

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Auch wenn wir mittlerweise gut bewaffnet sind, wirklich sicher fühlen wir uns nie.

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